Vogelgrippe: Maßnahmen zur Unterbindung von Kontakten zwischen Wild- und Hausgeflügel umsetzen
17.10.2005, Magdeburg – 169
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 169/05
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Pressemitteilung Nr.: 169/05
Magdeburg, den 14. Oktober 2005
Vogelgrippe: Maßnahmen zur Unterbindung von Kontakten zwischen Wild- und Hausgeflügel umsetzen
Sachsen-Anhalt verschärft seine Vorbeugemaßnahmen gegen die Vogelgrippe. Geflügelhalter werden aufgefordert, alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um einen Kontakt zwischen Haus- und Wildgeflügel zu unterbinden.
Die Aufforderung richtet sich vor allem an tierreiche Landkreise sowie an Geflügelhalter im Umkreis der als besonders gefährdet eingestuften Rastplätze für Zugvögel. Das sind zum Beispiel Gebiete entlang von Elbe, Saale, Havel und Mulde sowie das Gebiet um den Arendsee, die Gerlebogker Teiche (Landkreis Bernburg) und den Schollener See (Altmark). Zudem werden Betriebe in Landkreisen mit besonders hoher Geflügeldichte zu zusätzlichen Maßnahmen aufgefordert.
Mögliche Gegenmaßnahmen sind ein Verzicht auf ungeschützte Futterstellen im Freiland, damit das Wildgeflügel keinen Zugang bekommt. Gleichzeitig sollte das Geflügel in Risikogebieten in den Stall gebracht oder durch netze geschützt werden, um auch so den direkten Kontakt zu wilden Zugvögeln zu verhindern.
über diese neuen Maßnahmen hinaus, die in der kommenden Woche als Landesverordnung erlassen werden, müssen Geflügelhalter ohnehin auf Grundlage einer Bundesverordnung von Anfang September ab Samstag (15. Oktober) für zwei Monate bis zum 15. Dezember Tiere, die nicht ausschließlich im Stall sind ¿ also im Freiland gehalten werden oder Auslauf haben - stichprobenartig untersuchen lassen. Von dieser Bundes-Verordnung sind in Sachsen-Anhalt 208 Geflügelzüchter sowie Geflügelhalter mit mehr als 100 Tieren betroffen.
Das Ministerium betonte: Es handelt sich um Vorsorgemaßnahmen, die mit aller Ernsthaftigkeit getroffen werden. Panikmache ist jedoch fehl am Platz. Es gibt aktuell in Deutschland keine Vogelgrippe. Obwohl das Risiko des Einschleppens durch Zugvögel nicht ganz ausgeschlossen werden kann, haben Experten eher den Reiseverkehr als ein Einfallstor für die Vogelgrippe ausgemacht.
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