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Erhöhte HCH Werte in Bitterfelder Region sind Folge früherer
Lindanproduktion/Erste Maßnahmen beschlossen

08.08.2005, Magdeburg – 121

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 121/05

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Pressemitteilung Nr.: 121/05

 

Magdeburg, den 8. August 2005

 

 

Erhöhte HCH Werte in Bitterfelder Region sind Folge früherer

Lindanproduktion/Erste Maßnahmen beschlossen

 

Der Gewässerkundliche Landesdienst hat die Untersuchungen zu erhöhten HCH- Werten in der Region Bitterfeld abgeschlossen. Als belastete Gewässerabschnitte wurden im Bereich Jessnitz das Spittelwasser und der Schachtgraben sowie ein kleines Stück der Mulde ab Einmündung des Spittelwassers lokalisiert. Oberhalb Dessaus, bei Priorau ist die HCH-Konzentration unbedenklich. Die Elbe ist nicht betroffen.

Als Quelle hat sich die einstige Lindanproduktion bei Bitterfeld /Wolfen bestätigt. Das HCH (Insektenschutzmittel Lindan) wurde zu DDR- Zeiten auf dem Gebiet des heutigen Chemieparks Bitterfeld/Wolfen produziert. In der dortigen Grube Antonie wurden auch Produktionsrückstände gelagert. Die über 100 Millionen teure Sanierung aller Altlasten der DDR-Chemieindustrie in Grundwasser und Boden läuft im Rahmen des ökologischen Großprojekts seit längerer Zeit und wird allerdings noch mehrere Jahre dauern.

Das Umweltbundesamt begründet den Anstieg der HCH- Werte bei Fischen mit den Nachwirkungen des Hochwassers 2002. Das Umweltministeriums schätzt darüber hinaus ein, dass das HCH belastetes Wasser aus dem ehemaligen Produktionsareal bzw. von Deich ¿ und Brückenbauarbeiten stammt, bei denen Rückstände aufgewirbelt wurden und ins Wasser gelangt sind.

Erste Maßnahmen wurden bereits beschlossen. Die Landesanstalt für Altlastenfreistellung und der Chemiepark Bitterfeld/ Wolfen werden alle Wasserführungen, die in das Spittelwasser führen, untersuchen. Der Chemiepark wird im Rahmen von Eigenkontrollen die Einleitungen überprüfen. Der Gewässerkundliche Landesdienst wird darüber hinaus die HCH- Belastung in den Gewässern Spittelwasser, Schachtgraben und Mulde regelmäßig überwachen. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz klärt alle mit dem Deichbau in Zusammenhang stehenden Belastungsmöglichkeiten ab und trägt dafür Sorge, dass Eintragsquellen durch Baumaßnahmen ausgeschlossen sind.

 

Umweltministerin Petra Wernicke betonte, dass die Sanierung der Hinterlassenschaften der 100 ¿ jährigen industriellen Aktivitäten im Chemiedreieck ein hoher finanzieller und ingenieurtechnischer Kraftakt sei, sie sei aber zuversichtlich, dass bei aktivem Zusammenwirken aller Beteiligten schon bald eine noch weitergehende Eingrenzung und Beseitigung der Ursachen möglich sein werde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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