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"Damals in der DDR" ? neue Sonderausstellung in
Gedenkstätte Marienborn

04.08.2005, Halle (Saale) – 73

  • Landesverwaltungsamt

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr. 73/2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt ¿ Pressemitteilung Nr. 73/2005

 

Halle (Saale), den 04. August 2005

 

 

 

Das Landesverwaltungsamt (LVwA) informiert:

 

 

 

"Damals in der DDR" ¿ neue Sonderausstellung in

Gedenkstätte Marienborn

 

 

 

Bittersüße Filme wie "Good bye, Lenin!" oder

"Sonnenallee", Ostalgie-Shows mit FDJ-Hemden, "Pfeffi" und

Spreewald-Gurken-Idylle ¿ die Film- und Medienbranche widmete sich in jüngster

Vergangenheit auf vielfältige Weise der Geschichte in der DDR. Das Multimedia-Projekt

des MDR "Damals in der DDR" nähert sich dem Thema auf eine neue Art:

sachlich, jenseits jeder Idealisierung, dabei spannend und keinesfalls

belehrend. Dazu hat das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig die Ausstellung

"Damals in der DDR. 20 Geschichten aus 40 Jahren ¿ Die Ausstellung zum

Multimedia-Projekt" zusammengestellt. Die Exposition zeigt bislang

unveröffentlichte Fotos und Dokumente aus privaten Archiven. Da ist zum

Beispiel die Geschichte zweier Beat-begeisterter junger Leute, die Mitte der

1960er Jahre ¿ als die SED Beatgruppen verbot und als Alternative die FDJ ¿ Singebewegung

initiierte ¿ in einem Vorort von Leipzig einen illegalen Sender betrieben. In

Anlehnung an den "Sender Freies Berlin" nannten sie ihn "Sender

Freies Paunsdorf" (SFP). Nicht weniger interessant ist die Geschichte von

Beate Ziethen, die mit ihrem Mann und zwei Kindern 1979 einen Ausreiseantrag

stellte und ¿ wie viele Tausende andere Ausreisewillige auch ¿ jahrelang

Schikanen über sich ergehen lassen musste, bis sie in die Bundesrepublik

ausreisen durfte. Zeitgenössische Plakate, Fotos und Objekte aus der Sammlung

der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland verknüpfen

historische Ereignisse aus 40 Jahren DDR mit ganz persönlichen Erlebnissen.

 

 

 

Unterstützt wurde die Ausstellung durch die Landeszentrale

für Politische Bildung und die Stiftung Rechtsstaat Sachsen-Anhalt e.V.

 

 

 

Ab 12. August 2005 ist die Ausstellung in der Gedenkstätte

Deutsche Teilung Marienborn zu sehen.

 

 

 

Eröffnung der Ausstellung am

 

12. August 2005, 14.00 Uhr

 

im Sonderausstellungsbereich der Gedenkstätte Deutsche

Teilung Marienborn

 

 

 

Begrüßung

 

Dr. Joachim Scherrieble, Gedenkstätte Deutsche Teilung

Marienborn

 

Grußwort

 

Gerhard Ruden, LStU von Sachsen-Anhalt

 

Vorstellung der gleichnamigen Fernsehsendung

 

Burkhard Kunst; Redakteur MDR Zeitgeschehen

 

Einführung in die Ausstellung

 

Dr. Henrike Girmond, Kuratorin der Ausstellung

 

Grußwort zum Gedenken an den "Tag des Mauerbaus"

 

Wolfgang Böhm, Staatssekretär des Kultusministeriums

 

Zeitzeugengespräch

 

Karl-Heinz Krause, Leipzig.

 

Musikalische Begleitung: "Kritische Lieder aus der

DDR"

 

Joachim Hoyer von der Gruppe PandaLo, Magdeburg

 

 

 

 

 

Alle Medienvertreter sowie interessierte Bürgerinnen und

Bürger sind herzlich eingeladen. Um Voranmeldung wird gebeten!

 

 

 

 

 

 

 

Hintergrund:

 

 

 

Die Grenzübergangsstelle Marienborn...

 

 

 

... war bis 1989 das Nadelöhr zwischen Ost und West. Als

Bollwerk des Grenzregimes war sie Symbol für eine der Säulen der SED-Diktatur,

dem "Einmauern des eigenen Volkes". Am 9. November 1989 öffnete sich

gegen 21.15 Uhr an diesem historischen Ort die Grenze zwischen der DDR und der

Bundesrepublik Deutschland ¿ etwa 15 Minuten, bevor das Grenzregime in Berlin

die sog. "Ventil-Lösung" einleitete und die Grenzen öffnete.

 

Aus dem Bollwerk des Grenzregimes und der Trennung ist ein

Ort des Erinnerns, ein Ort der Trauer und der Freude um das Überwinden der

Teilung sowie ein Ort der Begegnung geworden. Über 1.000.000 Menschen

besichtigten in den ersten acht Jahren die Gedenkstätte, allein im Jahr 2004

fanden über 1000 Seminare, Projekttage und Begegnungsveranstaltungen statt.

 

 

 

Weitere Informationen:

 

 

 

Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

 

An der BAB 2, 39365 Marienborn

 

Tel.      039406-9209-0; Fax: 039406-92099

 

E-mail:  Rainer.Potratz@lvwa.lsa-net.de

 

 

 

 

 

Hinweis:

 

Am 13. August 2005, ab 15.00 Uhr laden wir Sie herzlich ein

zur Gedenkveranstaltung am Grenzdenkmal Hötensleben (Außenstelle der

Gedenkstätte)

 

 

 

           

 

 

 

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist eine

Einrichtung im Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.

 

 

 

Impressum:

 

Landesverwaltungsamt

 

Stabsstelle Kommunikation

 

0345-5141244

 

 

 

 

 

 

 

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