Entscheidung im Landtag über Staatsvertrag
und Kapitalerhöhung bei der Nord LB
08.07.2005, Magdeburg – 37
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 37/05
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 37/05
Magdeburg, den 7. Juli 2005
Entscheidung im Landtag über Staatsvertrag
und Kapitalerhöhung bei der Nord LB
Finanzminister Paqué: Landtag gibt wichtiges
Signal für eine starke Landesbank
Sachsen-Anhalts Finanzminister Karl-Heinz
Paqué hat die Nord/LB als einen wichtigen Faktor für das Wirtschaftsleben des
Landes gewürdigt. Mit den Sparkassen sei die Landesbank der wichtigste Pfeiler
in der Versorgung der mittelständischen Wirtschaft mit kreditwirtschaftlichen
Leistungen, sagte er heute anlässlich der Entscheidung des Landtages über einen
neuen Staatsvertrag und eine Kapitalerhöhung bei der Nord/LB. ¿Eine
handlungsfähige Landesbank für Sachsen-Anhalt liegt in unser aller Interesse¿,
betonte er in seiner Landtagsrede. Die Nord/LB eigne sich nicht als politisches
Streitthema. Er sei deshalb auch froh darüber, dass der Landtag mit großer
Mehrheit - CDU-, FDP- und SPD-Fraktionen stimmten zu, PDS enthielt sich - dem
Staatsvertrag und der Kapitalerhöhung zugestimmt habe. Paqué: ¿Dies ist ein
ermutigendes Signal für den Mittelstand im Land.¿
Der Finanzminister wies darauf hin, dass die
Kapitalerhöhung Teil einer kohärenten Finanz- und Wirtschaftspolitik des Landes
sei, zu der auch die Gründung der Investitionsbank im Jahr 2004 als Anstalt in
der Nord/LB sowie die bevorstehenden Fusionen von Sparkassen im Rahmen der
Gebietsreform sei. Paqué: ¿Sachsen-Anhalt ist damit mittelfristig darauf vorbereitet,
in einer Zeit abnehmender Fördertöpfe den Mittelstand kreditpolitisch zu
stärken: Mit einer erfolgreichen Investitionsbank als Nachfolger des
Landesförderinstitutes, mit einer wettbewerbsfähigen Landesbank und mit
größeren und noch effizienteren Sparkassen.¿
Anlass für die Änderung des Staatsvertrages
ist neben dem Ausscheiden des Landes Mecklenburg-Vorpommerns aus dem
Trägerkreis der Nord/LB das neue Geschäftsmodell der Landesbank. Im Kern steht
die Stärkung des Regionalbankenprinzips und die Intensivierung des Verbundes
mit den regionalen Sparkassen. ¿Grundlage für diese Neuausrichtung sind
Anpassungen des Staatsvertrages und eine Stärkung der Kapitalbasis der Bank.
Beide Teile gehören untrennbar zusammen¿, betonte Paqué.
Der Finanzminister wies darauf hin, dass ohne
finanzielle Beteiligung des Landes und seiner Sparkassen dieses Gesamtpaket
gescheitert wäre und dies die Bank ¿ die wichtigste Landesbeteiligung ¿ in
ihrer Wettbewerbsfähigkeit gefährdet hätte. Das Land Sachsen-Anhalt hole mit seinem
finanziellen Engagement in Höhe von 150 Millionen Euro lediglich nach, was die
anderen Träger durch Zeichnung stiller Einlagen bereits in den vergangenen
Jahren geleistet hätten.
Die Bank habe erklärt, die Rendite sei höher
als die Refinanzierungskosten. Damit entstünden keine Lasten für künftige Haushalte.
Die neue Strategie der Bank, die darauf
ausgerichtet sei, sich auch nach Wegfall von Anstaltslast und
Gewährträgerhaftung günstig am Markt refinanzieren zu können, sei bereits
belohnt worden: So bewertete die Ra-tingagentur Moody`s jüngst mit einem
exzellenten ¿Aa3¿.
Der öffentliche Auftrag der Bank bleibe auch
zukünftig erhalten, sagte Paqué: ¿Die Umwandlung der Bank in eine AG steht
derzeit überhaupt nicht zur Debatte. Alle Träger haben sich nachdrücklich zur
Rechtsform der öffentlich-rechtlichen Anstalt bekannt.¿
Parallel zum Inkrafttreten des neuen
Staatsvertrages wird die Trägerversammlung der Nord/LB eine neue Satzung
beschließen. Sachsen-Anhalt sei es dabei gelungen, für das Land wichtige
Minderheitenrechte trotz der Einführung des Kapitalstimmrechts in der
Trägerversammlung zu sichern. Bei wichtigen Entscheidungen müssten künftig
mindestens zwei kleinere Träger zustimmen.
Der Finanzminister sprach sich für ein
nachhaltiges Engagement der Landesbank in Sachsen-Anhalt aus. Der Nord/LB-Vorstand habe zugesagt, die
Kundenbetreuung in der mittelständischen Wirtschaft, die Kommunikation mit
Landes- und Kommunalpolitikern sowie die Förderung gemeinnütziger Projekte zu
intensivieren und deutlicher erkennbar zu machen. Die diesbezüglichen
Erwartungen des Landes habe der Finanzminister in einem Brief an die Nord/LB
nochmals deutlich gemacht. In ähnliche Richtung zielt eine Entschließung der
CDU- und FDP-Fraktion, die vom Landtag einstimmig angenommen wurde.
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