Staatsminister Robra bei erstem
?Bürgerrundfunk?-Preis Mitteldeutschlands in Halle: Internet zunehmende
Konkurrenz für Offene Kanäle
24.06.2005, Magdeburg – 287
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 287/05
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 287/05
Magdeburg, den 25. Juni 2005
Staatsminister Robra bei erstem
¿Bürgerrundfunk¿-Preis Mitteldeutschlands in Halle: Internet zunehmende
Konkurrenz für Offene Kanäle
Der Chef
der Staatskanzlei, Staatsminister Rainer Robra, hat heute die erstmalige
gemeinsame Verleihung eines Mitteldeutschen Rundfunkpreises für herausragende
Leistungen des ¿Bürgerrundfunks¿ als erfreuliches Beispiel für eine
länderübergreifende Zusammenarbeit auch auf diesem Sektor gelobt. Im Kino LUX
in Halle unterstrich Robra: ¿Vor den enger werdenden finanziellen
Rahmenbedingungen ist eine Intensivierung der Zusammenarbeit der
Landesmedienanstalten Sachsen-Anhalts, Sachsens und Thüringens der richtige
Weg. Die Landesmedienanstalten haben erstmals nicht automatisch an einem
Gebührenzuwachs durch die Erhöhung der Rundfunkgebühr ab dem 1. April 2005
teilgenommen. Damit haben die Länder ein vorsichtiges Signal gegeben, dass
künftig nicht mehr alle mit Gebührenaufwand verbundenen Wünsche der Landesmedienanstalten
erfüllt werden können.¿
Der
Staatsminister hob die gute Auslastung des Medienkompetenzzentrums in Halle
hervor. Es sei nach wie vor das einzige Zentrum, das eine Landesmedienanstalt
speziell für Schulungszwecke im Bereich Bürgerrundfunk und Medienkompetenz
geschaffen habe. Medienkompetenzzentrum und Medienmobile seien
erfreulicherweise ausgebucht.
Der Chef
der Staatskanzlei regte an, sich bei Medienkompetenzprojekten stärker auf
Projekte mit einer größeren Breitenwirkung zu konzentrieren. Darüber hinaus
müssten sich die Offenen Kanäle auf die Internet-Konkurrenz einrichten. Das
weltweite Netz sei heute eine preiswerte Möglichkeit für alle, frühere
technische Beschränkungen zu umgehen. Robra appellierte an Vereine und Verbände,
mehr Gebrauch von den Offenen Kanälen zu machen, für die allein die
Medienanstalt Sachsen-Anhalt jährlich 1,2 Mio. ¿ aus ihrem Anteil an den
Rundfunkgebühren bereitstellt.
Die
Mitteldeutschen Landesmedienanstalten vergeben in diesem Jahr zum ersten Mal
einen gemeinsamen Preis für herausragende Fernseh- bzw. Radiobeiträge aus dem
Ausbildungs- und Bürgermedienbereich. Mit 242 eingereichen Beiträgen hatte die
Ausschreibung unter Federführung der Medienanstalt Sachsen-Anhalt eine hohe
Resonanz. Unter dem Be-
griff ¿Bürgerrundfunk¿ werden die Offenen Kanäle, die nicht kommerziellen
Hörfunkveranstalter sowie die Ausbildungs- und Erprobungskanäle als dritte
Säule der Rundfunklandschaft zusammengefasst.
In Sachsen-Anhalt
gibt es acht Offene Kanäle und drei nicht kommerzielle lokale Radios, in
Sachsen zehn Ausbildungs- und Erprobungskanäle sowie fünf Bürgerradios und in
Thüringen sieben Offene Kanäle, zwei
nicht kommerzielle Lokalradios und zwei Campusradios.
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