Gestaltung des Himmelsscheibenfundorts
Kölner Landschaftsarchitekten gewinnen Landart-Wettbewerb
20.04.2005, Magdeburg – 53
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 053/05
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 053/05
Magdeburg, den 20. April 2005
Gestaltung des Himmelsscheibenfundorts
Kölner Landschaftsarchitekten gewinnen Landart-Wettbewerb
Das Tourismusprojekt ¿Himmelswege¿ nimmt weiter Form an. Den europaweit
ausgeschriebenen Landart-Wettbewerb zur Gestaltung des Fundorts der
Himmelsscheibe von Nebra haben die Landschaftsarchitekten vom Kölner Büro L 94
gewonnen. Das hat heute Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger in Nebra
bekannt gegeben. Der Sieger wurde aus 37 eingereichten Arbeiten ausgewählt, 128
Büros hatten sich anfangs beworben. Die ersten drei Preise sind mit je 10.000,
7.000 und 5.000 Euro dotiert. Darüber hinaus wurden zwei Arbeiten durch Ankäufe
ausgezeichnet. Rehberger sagte: ¿Mit den Bauarbeiten soll wie auch mit den
Bauarbeiten zu einem geplanten Erlebniscenter und einem Aussichtsturm noch in
diesem Jahr begonnen werden.¿
Mit den ¿Himmelswegen¿ entsteht
derzeit eine touristische Themenstraße, die künftig zu den
Tourismus-Schwerpunkten des Landes zählen wird. Zu den Orten der Route zählt
das Areal am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra ebenso wie das rund 25
Kilometer entfernte und mit 7.000 Jahren älteste Sonnenobservatorium der Welt
in Goseck (Landkreis Weißenfels). Auf der Strecke liegt auch das Steinkammergrab
mit der Dolmengöttin und einer Fruchtbarkeitsstele in Langeneichstädt
(Landkreis Merseburg-Querfurt). Das Museum für Vorgeschichte in Halle, wo die
Himmelsscheibe aufbewahrt wird, gehört zur ebenso zu den Stationen der Route.
Service: Eine Ausstellung mit allen 37 Exponaten des Landart-Wettbewerbs öffnet
in Nebra ("alte" Kreisverwaltung, Schlosshof 5) von morgen,
Donnerstag, dem 21. April, bis zum 28. April 2005. Werktags ist die Ausstellung
von 13 ¿ 16 Uhr geöffnet, am Sonnabend von 9 - 15 Uhr.
Die Jury unter Vorsitz von
Prof. Jürgen Weidinger schätzte die große Entschiedenheit und
landschaftsräumliche Präzision des Siegerentwurfes, der die momentan etwas
zufällige Situation am Fundort der Himmelsscheibe auf dem Mittelberg bei Nebra
aufgreift und in einen starken, eindrücklichen Ort transformiert. Mit wenigen
landschaftsräumlichen Eingriffen wie der Rekonstruktion des Ringwalls und der
Nachzeichnung der großräumigen Sichtachsen zu Brocken und Kyffhäuser wird ein
besonderer Erlebnisraum geschaffen, der von dem als Sonnenuhr angelegten
Aussichtsturm als neuer Landmarke dominiert wird.
Der zweite Preis ging an das
schweizerische Büro Koepfli Landschaftsarchitekten aus Luzern. Die
Verfasser binden die Ausgrabungsstätte in einen ¿lichten Hain¿ ein, dessen
Atmosphäre sich subtil von dem umgebenden Mischwald unterscheidet. Der Besucher
kann innerhalb der frühhistorischen Wallanlage auf ¿Entdeckungsreise¿ gehen und
das Gelände ganz individuell erleben. Der Turm wird durch die ihn umgebenden
Bäume in seiner Monumentalität gemildert.
Mit dem dritten Preis
wurde das Büro Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden/Halle, ausgezeichnet.
Die symbolmächtige Arbeit nimmt Form, Thematik und kulturelle Bezüge der
Himmelsscheibe auf und setzt diese in einer komplexen Punktstruktur aus runden
Metall- und Glasscheiben um. Der Besucher kann durch Drehungen der Scheiben
räumliche Bezüge zu anderen archäologischen Fundstätten wie Stonehenge
aufbauen.
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