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Ausstellungseröffnung in Wolfen
Staatssekretär Haseloff: ?Zivilcourage ist heute mehr denn je notwendig?

14.04.2005, Magdeburg – 50

  • Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 050/05

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und

Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 050/05

 

 

 

Magdeburg, den 13. April 2005

 

 

 

Ausstellungseröffnung in Wolfen

Staatssekretär Haseloff: ¿Zivilcourage ist heute mehr denn je notwendig¿

 

 

 

Staatssekretär Dr. Reiner Haseloff hat heute in Wolfen zwei

Ausstellungen, ¿Ein Visum fürs Leben¿ und ¿Our Contry¿, eröffnet. Erstere

handelt von Diplomaten, unter ihnen der Schwede Raoul Wallenberg, die während

der Nazizeit Juden retteten, indem sie ihnen Schutzbriefe ausstellten. Es

werden auch Gegebenheiten erzählt wie die mit dem Japaner Chiune Sugihara, der

als letzter Diplomat Litauen verließ und noch aus dem Zug heraus Visa in jüdische

Pässe stempelte. ¿Our Country¿, zeigt Impressionen aus dem heutigen Leben in

Israel. Der israelische Fotograf Alex Levac, geboren 1944, fängt das

Alltagsleben ein, mit teilweise auch zum Nachdenken anregenden Motiven.

 

 

 

Haseloff betonte: ¿Die Deportation von Juden erfolgte

nicht bei Nacht und Nebel, sondern unter den sehenden Augen der Nachbarn, Kollegen

und Freunde. Aber es gab auch diejenigen, die Juden versteckt und diejenigen,

die ihnen die Flucht ermöglicht haben, darunter etliche Diplomaten. Sie haben Zivilcourage gezeigt,

indem sie Juden Visa für ihr Land ausstellten.¿ Diese Diplomaten seien Vorbild

für die heutige Generation, denn, so Haseloff: ¿Zivilcourage ist heute mehr

denn je notwendig, denn wieder ziehen Nazis durch die Städte, besetzen NPD und

DVU demokratisch legitimiert Landtagssitze. Ausstellungen wie diese sind

deshalb notwendig und wichtig. Mit dem Nationalsozialismus sollte sich jede

Generation neu auseinandersetzen, weil wir uns auch immer wieder unserer

demokratische Grundwerte vergewissern sollten und bekräftigen, dass wir an

ihnen festhalten wollen.¿

 

 

 

Während ¿Ein Visum fürs Leben¿ dazu

anrege, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, schlage ¿Our Country¿

eine Brücke in die Gegenwart, so der Staatssekretär. Diese Ausstellung sei eine

Anregung, sich mit dem gegenwärtigen Leben in Israel zu beschäftigen und das

Land zu besuchen.

 

 

 

Die vom Lions Club Bitterfeld und der Stadt Wolfen getragenen

Ausstellungen sind bis Mitte Mai im Kulturhaus Wolfen, Puschkinplatz, zu sehen.

 

 

 

 

 

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