Sachsen-Anhalt will Einsatz von Public
Private Partnerships (PPP) ausweiten/ Finanzminister Paqué: ?Erhoffe mir
zusätzliche Investitionen?
12.04.2005, Magdeburg – 130
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 130/05
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 130/05
Magdeburg, den 12. April 2005
Sachsen-Anhalt will Einsatz von Public
Private Partnerships (PPP) ausweiten/ Finanzminister Paqué: ¿Erhoffe mir
zusätzliche Investitionen¿
Sachsen-Anhalt will den Einsatz von Public
Private Partnerships (PPP) ausweiten. Dazu beschloss die Landesregierung in
ihrer heutigen Sitzung eine PPP-Strategie, in der Ziele definiert und
organisatorische Maßnahmen festgelegt sind.
Finanzminister Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué
äußerte die Erwartung, dass mit der Ausweitung von PPP zusätzliche
Investitionen in Sachsen-Anhalt realisiert werden können. Angesichts der
Haushaltslage sei das Land geradezu verpflichtet, neue Wege zu gehen: ¿Wir
werden in Zukunft bei vielen Projekten prüfen, ob sie wirtschaftlicher per PPP
verwirklicht werden können.¿
PPP kämen allerdings nur dann in Frage, wenn
nachgewiesen werde, dass bisher staatliche Aufgaben kostengünstiger erledigt
werden könnten. Deshalb werde jedem Projekt eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
vorausgehen. Paqué: ¿Sinnvolle PPP ermöglichen Effizienzgewinne dadurch, dass
öffentliche Hand und Privatunternehmen jeweils die Aufgaben übernehmen, die sie
am besten beherrschen. Allerdings sind PPP kein Allheilmittel im Umgang mit
knappen Kassen. Erfahrungen aus Großbritannien zeigen, dass nur jedes zehnte
angedachte PPP-Projekt auch tatsächlich realisiert wird.¿
Aktuelles Beispiel für ein PPP in
Sachsen-Anhalt ist die neue Justizvollzugsanstalt in Burg, die das Land gemeinsam
mit einem noch durch Ausschreibung zu ermittelnden Privatunternehmen planen,
bauen und auch betreiben wird. Auf kommunaler Ebene sind Schulsanierungsprojekte
in Magdeburg, Halle und dem Landkreis Anhalt-Zerbst sowie ein
KITA-Sanierungsprojekt (ebenfalls in Halle) geplant.
PPP werden allgemein definiert als
Kooperation von öffentlicher Hand und privater Wirtschaft bei Planung,
Finanzierung, Erstellung, Unterhaltung, Sanierung und Betrieb bzw. Management
bisher öffentlich erbrachter (Dienst)Leistungen.
Zur Ausweitung der PPP-Aktivitäten des Landes
wird eine ¿PPP-Task-Force¿ gegründet, in der unter Federführung des
Finanzministeriums alle Ressorts und der Landesrechnungshof vertreten sind. Die
PPP-Task-Force soll das Thema strategisch vorantreiben, mögliche Projekte ausfindig
machen, Kontakt zu den Kommunen halten und eine Kommunikationsstrategie zur
Erhöhung der Akzeptanz von PPP entwickeln.
Im Landesbetrieb Bau soll ein
PPP-Kompetenzzentrum eingerichtet werden, das Landeseinrichtungen und Kommunen
bei PPP-Projekten unterstützt und perspektivisch in der Lage ist,
Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchzuführen. Hierzu ist derzeit noch Know-how
von außen nötig.
Impressum:
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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