Europaminister Rainer Robra: Ausreichendes
Beihifeniveau für Aufbau Ost unverzichtbar ? Ostdeutsche Forderungen in Brüssel
werden endlich von der Bundesregierung mitgetragen
18.03.2005, Magdeburg – 110
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 110/05
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 110/05
Magdeburg, den 18. März 2005
Europaminister Rainer Robra: Ausreichendes
Beihifeniveau für Aufbau Ost unverzichtbar ¿ Ostdeutsche Forderungen in Brüssel
werden endlich von der Bundesregierung mitgetragen
In ihrer Stellungnahme vom 16. März 2005 zu
den Vorstellungen der Europäischen Kommission, welche Regionalbeihilfen ab 2007
in der EU zulässig sein sollen, hat die Bundesregierung ihre bisherige Haltung
aufgegeben und mehrere wesentliche Forderungen der ostdeutschen Länder
aufgenommen. Auch die Bundesregierung spricht sich nunmehr gegenüber Brüssel
dafür aus, dass die ostdeutschen Bundesländer in der nächsten Förderperiode
flächendeckend den höchsten Förderstatus für Regionalbeihilfen behalten. Damit
sollen auch nach 2006 in den vom so genannten statistischen Erweiterungseffekt
betroffenen Regionen, die allein aufgrund der rein rechnerischen Absenkung des
EU-Durchschnitts ihren Förderstatus verlieren würden, Betriebsbeihilfen und
Investitionszuschüsse für große Unternehmen möglich bleiben.
Hierzu erklärt Sachsen-Anhalts Europaminister
und Chef der Staatskanzlei Rainer Robra: ¿Wir begrüßen die Übernahme dieser
Forderungen, die die ostdeutschen Länder bereits seit drei Jahren immer wieder
erhoben haben. Damit kann eine wichtige Rahmenbedingung für die Fortsetzung des
Aufbaus Ost in den Jahren 2007 bis 2013 positiv beeinflusst werden. Die
Spielräume der nationalen wie der europäischen Strukturpolitik dürfen durch die
Wettbewerbskontrolle der Europäischen Union nicht eingeschränkt werden. Die ostdeutschen Länder sind auch in
Zukunft auf Unternehmensbeihilfen zur Ankurbelung von Investitionen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen
angewiesen, um die Erfolge des Aufbaus Ost nicht in Frage zu stellen. Nunmehr
müssen sich Bund und Länder gemeinsam auch in Brüssel für die Beibehaltung
eines Beihilfeniveaus einsetzen, das nationale Spielräume gewährleistet und
gleichzeitig eine ausreichende finanzielle Unterstützung der schwächsten
Regionen aus nationalen und europäischen Mitteln ermöglicht.¿
In diesem Zusammenhang erinnerte Robra an die
Notwendigkeit, die Verhandlungen über die Europäischen Strukturfonds möglichst
bald zum Abschluss zu bringen. ¿Die Mittelausstattung der EU-Strukturpolitik
muss auch in Zukunft eine ausreichende Unterstützung der Regionen mit Entwicklungsrückstand
in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ermöglichen, sonst fehlen den
schwächeren Regionen die Mittel, um die beihilferechtlichen Spielräume zu
nutzen.¿
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