Wernicke macht sich für Biostrom stark
"Wie viel Wind bläst, haben wir nicht in der Hand"
01.03.2005, Magdeburg – 19
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 019/05
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Pressemitteilung Nr.: 019/05
Magdeburg, den 1. März 2005
Wernicke macht sich für Biostrom stark
"Wie viel Wind bläst, haben wir nicht in der Hand"
Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke will sich für die verstärkte energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Biomasse) einsetzen. Zur Eröffnung einer Fachveranstaltung zu Biogasanlagen in Magdeburg betonte Wernicke die Vorteile des Biostroms: "Wie viel Biomasse heranwächst, haben wir in der Hand. Wie viel Wind bläst, nicht", sagte die Ministerin mit Blick auf die Probleme von Kraftwerken und Stromnetzen mit den extrem schwankenden Windmengen. Daher sei die energetische Nutzung von Biomasse die bessere Alternative.
Wernicke zeigte sich überzeugt: "Die Diskussion um die Windenergie als Stromkostentreiber und Beschwerden um zunehmend "verspargelte" Landschaften werden zu einer stärkeren Nutzung von Biomassestrom führen." Derzeit wird auf Bundesebene über ein Regenerativ-Wärme-Gesetz diskutiert. Sachsen-Anhalt wird sich daran aktiv beteiligen.
Der Anteil Strom aus erneuerbaren Energien beträgt in Sachsen-Anhalt bereits 14 Prozent, davon erbringt die Windenergie mehr als 95 Prozent.
Biomasse wird momentan hauptsächlich für Wärmegewinnung genutzt. Ein großes und noch weitgehend ungenutztes Potential ist die Verstromung von Biomasse (z.B. Biogas).
Der 2002 vorgelegte Biomassekatalog Sachsen-Anhalt belegt gute Chancen für die energetische Biomassenutzung vor allem in landwirtschaftlichen Biogasanlagen. Für Sachsen-Anhalt wurden etwa 300 potentielle wirtschaftlich nutzbare Standorte ermittelt.
Insbesondere durch das Zellstoffwerk Arneburg, in Planung oder in Bau befindliche Biodiesel- und Bioethanolwerke sowie weitere Biomasse- und Biogasanlagen wird sich der Anteil der Biomasse bis 2010 hier nochmals mehr als verdreifachen.
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