Landesregierung legt europapolitische
Schwerpunkte für 2005 fest / Europaminister Robra: Reform der Strukturpolitik,
Erweiterung der EU, Chemikalienpolitik und EU-Verfassung stehen im Mittelpunkt
22.02.2005, Magdeburg – 64
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 064/05
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 064/05
Magdeburg, den 22. Februar 2005
Landesregierung legt europapolitische
Schwerpunkte für 2005 fest / Europaminister Robra: Reform der Strukturpolitik,
Erweiterung der EU, Chemikalienpolitik und EU-Verfassung stehen im Mittelpunkt
Die Landesregierung hat sich in
ihrer heutigen Kabinettssitzung mit den Arbeitsprogrammen von Europäischer
Kommission und Rat befasst und vorausschauend Schwerpunkte für die
Europapolitik des Landes für 2005 festgelegt.
Staats-
und Europaminister Rainer Robra zog einleitend Bilanz über die Aktivitäten im
Jahr 2004 und stellte fest, dass Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr seine
Interessen gegenüber der Europäischen Union und dem Bund aktiv vertreten habe.
Beispielhaft nannte der Chef der Staatskanzlei die Initiativen des Landes bei
der Ausgestaltung der europäischen Strukturpolitik, der Reform der
Agrarpolitik, bei den Vorhaben zur europäischen Chemikalienpolitik und den
Regelungen zur Daseinsvorsorge in Europa. Diese Schwerpunkte würden auch 2005
weiter geführt, da sie unvermittelt aktuell seien.
Robra
verwies darauf, dass die Verhandlungen über die künftige Strukturpolitik der EU
2005 in eine entscheidende Phase eintreten. ¿Die Landesregierung wird sich auch
in diesem Jahr dafür einsetzen, dass Sachsen-Anhalt nach 2006 in der höchsten
Förderkategorie der EU-Strukturfonds verbleibt. Es muss sichergestellt werden,
dass die Mittelausstattung der EU-Strukturpolitik auch in Zukunft eine
ausreichende Unterstützung der Regionen mit Entwicklungsrückstand ermöglicht
und die vom statistischen Effekt betroffenen Regionen eine angemessene
Sonderregelung erhalten¿, betonte der Staatsminister. Es seien u.a. mehrere
Regionale Konferenzen vorgesehen, um einen breiten Dialog über die künftige
Förderpolitik in Sachsen-Anhalt zu führen.
Im Bereich der Chemikalienpolitik werde 2005 ein akzeptabler Kompromiss für eine
praktikable, mittelstandsfreundliche und den Umwelt- und Verbraucherinteressen
entsprechende Gesetzgebung im Mittelpunkt stehen. Dazu werde das
Land auch weiterhin mit der hiesigen Chemieindustrie, im Europäischen Netzwerk
der Chemieregionen und in Kontakten mit Vertretern der Kommission und des Europäischen
Parlaments für eine grundlegende Überarbeitung der Kommissionsvorschläge
eintreten. Die neu gebildete Kommission habe signalisiert, auf die
Vorstellungen Sachsen-Anhalts zugehen zu wollen.
Darüber hinaus beabsichtige die Landesregierung, die interregionale Vernetzung mit den neuen
EU-Mitgliedstaaten durch kontinuierliche Weiterentwicklung der
Regionalpartnerschaften fortzusetzen und das Thema demografischer Wandel in den
Mittelpunkt einer Kooperationsstrategie mit seinen europäischen Partnern zu
stellen. Sachsen-Anhalt werde auch weiterhin den Beitrittsprozess Bulgariens und
Rumäniens unterstützen. Dabei richte sich die Zusammenarbeit vor allem auf die
Vorbereitung der bulgarischen Regionen auf den Beitritt zur EU. Im Mittelpunkt
stehe der Aufbau eines Zentrums der Regionen in der Begegnungsstätte
Sachsen-Anhalts in Plovdiv.
Ein weiterer Schwerpunkt der europapolitischen Aktivitäten des Landes
sei, die Ratifikation des
EU-Verfassungsentwurfs in Deutschland erfolgreich voranzubringen.
Robra: ¿Sachsen-Anhalt wird durch verstärkte europapolitische
Öffentlichkeitsarbeit den Inhalt des EU-Verfassungsentwurfs bekannt machen und
insbesondere in der Europawoche im Mai den Dialog mit den Bürgerinnen und
Bürgern über Stand und Perspektiven des verfassunggebenden Prozesses der
erweiterten Europäischen Union führen. Die innerstaatliche Umsetzung der
EU-Verfassung ist von grundsätzlicher europapolitischer Bedeutung und berührt
auch die Rechte und Kompetenzen des Landes Sachsen-Anhalt. Deshalb fordern wir
von der Bundesregierung, parallel zur Ratifizierung des Vertrages die
innerstaatlichen Mitwirkungsrechte der Länder in EU-Angelegenheiten an die neue
europäische Rechtslage anzupassen.¿
Darüber hinaus werde sich Sachsen-Anhalt im Anschluss an das Gespräch
zwischen Staatsminister Robra und der Wettbewerbskommissarin Kroes vom 16.
Februar 2005 engagiert in den Dialog mit der Europäischen Kommission zum
öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland einbringen.
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