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Innenminister Klaus Jeziorsky: Gewalt an der Schule muss gemeinsam verhindert werden

18.02.2005, Magdeburg – 26

  • Ministerium für Inneres und Sport

 

 

 

 

Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 026/05

 

 

 

 

Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 026/05

 

Magdeburg, den 19. Februar 2005

 

 

Innenminister Klaus Jeziorsky: Gewalt an der Schule muss gemeinsam verhindert werden

"Gewalt an der Schule hat viele Ursachen", so Innenminister Klaus Jeziorsky. "Gesellschaftliche Veränderungen, häusliche Probleme, Konflikte in der Schulklasse und anderes spielen eine Rolle." Es sei unabdingbar, dass Elternhaus und Schule, aber auch Polizei und Justizbehörden Hand in Hand arbeiten, um Gewalt in den Schulen zu verhindern. "In letzter Zeit ist dieses Thema auf Grund einiger dramatischer Vorkommnisse verstärkt in den Mittelpunkt gerückt worden", so der Minister. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch in Sachsen-Anhalt ein Anstieg von Körperverletzungen zu verzeichnen sei. Wurden 2003 noch 416 leichte und schwere Körperverletzungen registriert, waren es im Jahr 2004 512 Fälle. "Alle Verantwortlichen müssen auch weiterhin daran arbeiten, dass unsere Schulen zu gewaltfreien Orten werden. Die Kinder und Jugendlichen müssen lernen, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen."

 

Die vorliegenden Zahlen erfassen ausschließlich Fälle, die nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis aufgrund zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte den Verdacht für eine mit Strafe bedrohte Handlung begründen. Abweichende Feststellungen oder Qualifikationen zum Tatbestand durch Staatsanwaltschaften oder Gerichte werden in der Statistik nicht berücksichtigt.

 

In der Polizeilichen Kriminalstatistik des Landes Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2004 insgesamt 1.297 Gewaltstraftaten an Schulen registriert. Die Art der Delikte und deren regionale Verteilung sind in der als Anlage beigefügten übersicht dargestellt.

 

Zusätzlich ist anzumerken, dass die aufgeführten Straftaten nicht in allen Fällen von Schülern begangen wurden.

 

Anlage

 

 

 

 

Gewaltdelikte mit dem Tatort Schule im Jahr 2004

 

 

 

 

(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik)

 

 

 

Delikte

 

gesamt

 

PD Dessau

 

PD Halberstadt

 

PD Halle

 

PD Magdeburg

 

PD Merseburg

 

 

PD Stendal

 

 

gesamt

 

1.297

 

281

 

158

 

182

 

191

 

259

 

226

 

 

Vergewaltigung und sexuelle Nötigung

 

2

 

0

 

2

 

0

 

0

 

0

 

0

 

 

sonstige sexuelle Nötigung

 

9

 

3

 

1

 

0

 

1

 

3

 

1

 

 

sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen

 

3

 

0

 

0

 

1

 

0

 

1

 

1

 

 

Raub/räuberische Erpressung

 

19

 

4

 

2

 

6

 

4

 

0

 

3

 

 

gefährliche/schwere Körperverletzung

 

131

 

37

 

16

 

17

 

15

 

24

 

22

 

 

(vorsätzliche) leichte Körperverletzung

 

381

 

72

 

52

 

52

 

44

 

100

 

61

 

 

fahrlässige Körperverletzung

 

5

 

5

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

 

Misshandlung von Kindern

 

5

 

2

 

0

 

1

 

1

 

1

 

0

 

 

Sachbeschädigung

 

742

 

158

 

85

 

105

 

126

 

130

 

138

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewaltdelikte mit dem Tatort Schule im Jahr 2003

 

 

 

 

(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik)

 

 

 

 

Delikte

 

gesamt

 

PD Dessau

 

PD Halberstadt

 

PD Halle

 

PD Magdeburg

 

PD Merseburg

 

 

PD Stendal

 

 

gesamt

 

1.191

 

282

 

144

 

158

 

115

 

259

 

233

 

 

sonstige sexuelle Nötigung

 

5

 

2

 

1

 

2

 

0

 

0

 

0

 

 

sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen

 

3

 

2

 

0

 

0

 

1

 

0

 

0

 

 

Raub/räuberische Erpressung

 

12

 

2

 

3

 

1

 

1

 

2

 

3

 

 

gefährliche/schwere Körperverletzung

 

96

 

20

 

11

 

14

 

7

 

26

 

18

 

 

(vorsätzliche) leichte Körperverletzung

 

321

 

78

 

47

 

34

 

27

 

76

 

59

 

 

fahrlässige Körperverletzung

 

2

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

2

 

 

Misshandlung von Kindern

 

8

 

0

 

0

 

5

 

2

 

1

 

0

 

 

Sachbeschädigung

 

744

 

178

 

82

 

102

 

77

 

154

 

151

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

Verantwortlich: Dr. Matthias Schuppe

Pressestelle

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Tel: (0391) 567-5516/5517

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