Fördermittel für Braunkohlesanierung
überreicht
11.02.2005, Magdeburg – 19
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 019/05
Ministerium
für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 019/05
Magdeburg, den 09. Februar 2005
Fördermittel für Braunkohlesanierung
überreicht
Rehberger: Entscheidende Arbeiten nähern sich
dem Ende
Die Arbeiten zur Sanierung der ehemaligen Braunkohletagebaue in
Sachsen-Anhalt gehen auch in diesem Jahr planmäßig weiter. Wirtschaftsminister
Dr. Horst Rehberger hat heute der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- und
Verwaltungsgesellschaft (LMBV) entsprechende Fördermittelbescheide überreicht.
Für 2005 sind insgesamt rund 43 Millionen Euro eingeplant, davon kommen 13
Millionen vom Land. Die Gelder setzen sich aus Bundes- und Landesanteilen
zusammen. ¿Die Sanierung der vom Braunkohlebergbau geschundenen Landschaft kann
damit ohne Verzögerung weitergehen¿, sagte Rehberger bei der Übergabe der
Bescheide an LMBV-Chef Dr. Mahmut Kuyumcu.
Mit den Geldern werden
ehemaligen Tagebaue wie Geiseltal, Wulfersdorf, Nachterstedt, Goitsche,
Mücheln, Amsdorf und Gröbern weiter saniert. Ebenso werden die Arbeiten im
Zusammenhang mit dem Wiederanstieg des Grundwassers fortgesetzt. ¿Die
entscheidenden Aufgaben der Braunkohlesanierung nähern sich dem Ende. Bei allen
ehemaligen Tagebaurestlöchern wurde mit der Flutung begonnen oder ist sie teilweise
schon abgeschlossen¿, so der Minister.
Aus den ca. 14.500 Hektar des stillgelegten
Braunkohlebergbaus in Sachsen-Anhalt werden ca. 6.500 Hektar Wasserfläche
entstehen. Von den umgebenden Flächen wird mehr als die Hälfte für
Landwirtschaft, Forst sowie Erholung umgestaltet. Zudem werden ehemalige
Industriestandorte mit einer Fläche von etwa 400 Hektar für eine Gewerbenutzung
hergerichtet.
In Sachsen-Anhalt wurden bisher
Sanierungsleistungen von 1,4 Milliarden Euro erbracht. Die Arbeiten sind zu 87
Prozent abgeschlossen. In Sachsen-Anhalt sind die Arbeiten im Vergleich mit den
anderen ostdeutschen Bundesländern am weitesten voran gekommen.
Die Rekultivierung der ostdeutschen Braunkohlefolgelandschaften ist das
europaweit größte Umweltsanierungsvorhaben.
Die derzeit größten Sanierungsprojekte
Tagebau
Gesamtfinanzierung
Bund / Land
T¿
Tagebau Mücheln ¿ Geiseltal (LK
Merseburg-Querfurt)
· weitere
Sanierung der Innenkippe Leonhardt, Endgestaltung der Böschungen
· Erosionsschutz
durch Oberflächenentwässerungssysteme
8.324,4
Tagebau Goitsche (LK Bitterfeld)
· Abschluss
Sanierung der Böschung Tagebau Holzweißig-Ost
· Errichtung
eines Grabensystems (Überleitung und Ablauf)
7.774,6
Endböschung Amsdorf* (LK Mansfelder Land)
3.016,5
Tagebau Wulfersdorf (LK Bördekreis)
· Sicherung
der Innenkippe
2.890,1
Tagebau Nachterstedt / Schadeleben (LK
Aschersleben-Staßfurt)
· Böschungssicherung
Südböschung
· Bau
der Restlochableitung Königsaue und Nachterstedt
1.645,4
Tagebau Gröbern (Landkreis Bitterfeld)
· Weiterführung
der Flutung
1.200,0
*
Sanierungsverpflichtung der LMBV, unabhängig vom derzeit in Gewinnung
befindlichen Tagebau Amsdorf der ROM
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