Nach dem Auslaufen von ?Aktiv zur Rente?
Land und Arbeitsagenturen einig: BewährteProjekte sollen fortgeführt werden
04.02.2005, Magdeburg – 15
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 015/05
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 015/05
Magdeburg, den 4. Februar 2005
Nach dem Auslaufen von ¿Aktiv zur Rente¿
Land und Arbeitsagenturen einig: BewährteProjekte sollen fortgeführt werden
Die Landesregierung hat bedauernd zur Kenntnis genommen, dass die Agenturen
für Arbeit beginnend ab Januar 2005 aus dem bis März 2006 vereinbarten
gemeinsamen Programm ¿Aktiv zur Rente¿ aussteigen und keine Neubewilligungen
mehr zulassen. Die Anfang des Jahres 2005 noch gesicherten Förderungen für
5.100 ältere Arbeitnehmer laufen damit bis März 2006 zunehmend aus. Ende 2005
wird es demnach nur noch rund 600 geförderte Beschäftigungsverhältnisse im
Rahmen von ¿Aktiv zur Rente¿ geben.
Für das Land kam diese
Entwicklung überraschend, betont Staatssekretär Dr. Reiner Haseloff. Er verweist
darauf, dass die Landesregierung ihren Anteil am gemeinsamen Programm ¿Aktiv
zur Rente¿ bereits in den Haushalt 2005/2006 eingestellt hatte. ¿Wir müssen
aber akzeptieren, dass den Agenturen für Arbeit aufgrund rechtlicher Änderungen
des SGB III und damit im Zusammenhang stehender neue finanzieller
Rahmenbedingungen keine Spielräume mehr blieben für die Fortsetzung dieses
Programm¿, sagte Haseloff. ¿Es darf allerdings nicht passieren, dass bewährte
Projekte jetzt plötzlich zusammenbrechen. Mit der Regionaldirektion der Agentur
für Arbeit waren wir uns von Anfang an einig, dass sofort Alternativen
geschaffen werden müssen, um gute Projekte nahtlos weiterzuführen und älteren
Langzeitarbeitslosen Beschäftigungsfelder zu erschließen.¿
Mit dem Regionaldirektion
Sachsen-Anhalt/Thüringen und den Leitern der regionalen Agenturen für Arbeit
wurde deshalb am Donnerstag vereinbart, dass Projektträger ab sofort mit ihren
Arbeitsagenturen Planungsgespräche über die Fortführung von Projekten bis März
2007 aufnehmen. Diese Projekte müssen im jetzt geltenden rechtlichen Rahmen neu
beantragt werden.
Auf jeden Fall ist beabsichtigt,
dass auch ältere langzeitarbeitslose ALG-II-Empfänger dann über ¿Ein-Euro-Jobs¿
in bewilligten Projekten beschäftigt werden, und zwar längerfristig, also weit
über die halbjährige Regelförderzeit hinaus. ¿Wir nutzen damit den von
Bundesarbeitsminister Clement eingeforderten und uns zugestandenen Spielraum
langfristiger Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer¿, erklärt
Haseloff. ¿Die Mitfinanzierung dieser Maßnahmen durch das Land ist gesichert.¿
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