Wirtschaftsminister Rehberger informiert über
beabsichtigte Änderungen bei der Förderung von Forschung und Entwicklung:
Sicherung der Fördersätze, Konzentration auf Cluster, Neuaufnahme der
Quer-schnittstechnologie Logistik
01.02.2005, Magdeburg – 45
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 045/05
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 045/05
Magdeburg, den 1. Februar 2005
Wirtschaftsminister Rehberger informiert über
beabsichtigte Änderungen bei der Förderung von Forschung und Entwicklung:
Sicherung der Fördersätze, Konzentration auf Cluster, Neuaufnahme der
Quer-schnittstechnologie Logistik
Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger hat
das Kabinett heute über eine beabsichtigte Änderung der Förderrichtlinien im
Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) informiert. ¿Aufgrund der finanziellen
Gesamtsituation und der wachsenden Antragsflut können im Bereich der
FuE-Förderung nicht mehr alle förderfähigen Projekte bezuschusst werden¿, sagte
Rehberger. ¿Deshalb werden nur noch Projekte gefördert, die einen besonders
hohen Innovationsgrad erkennen lassen und bestimmten Clustern zugeordnet werden
können.¿
Rehberger verwies darauf, dass im Jahr 2004
bereits 99 von 184 Förderanträgen als nicht prioritär abgelehnt werden mussten.
85 Projekte konnten positiv beschieden werden.
Folgende Bereiche werden als besonders
zukunftsträchtig eingestuft:
-
Chemie/Neue Werkstoffe,
-
Maschinen- und
Anlagenbau/Automotive,
-
Biotechnologie/LifeScience,
-
sowie die
Querschnittstechnologien Nanotechnologie/
Mikrosystemtechnologie/Informationstechnologien (IT)/Logistik.
Vorrang haben innovative FuE-Projekte, die
eine rasche wirtschaftliche Umsetzung erwarten lassen und eine positive
Auswirkung auf die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze
erzielen.
Neu ist der Querschnittsbereich Logistik.
Rehberger verwies in diesem Zusammenhang auf die Gründung der SANASA e.V.
(Satellitengestütztes Navigationssystem Sachsen-Anhalt), die deutlich gemacht
habe, welche wachsende Bedeutung der Logistik in allen Wirtschaftsbereichen zukommt.
Außerdem informierte der Minister über die
Absenkung der Fördersätze zur einzelbetrieblichen FuE-Förderung und die
zeitgleiche Ergänzung von FuE-Zuschüssen durch Darlehen an mittelständische
oder technologieorientierte Unternehmen. Um mit den begrenzten Mitteln zur
FuE-Förderung mehr Projekte unterstützen zu können, ist ab dem Jahr 2005
beabsichtigt, die Fördersätze für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für
Industrieforschung von 75 Prozent auf 60 Prozent und für vorwettbewerbliche
Entwicklung von 50 auf 40 Prozent zu senken. Für Nicht-KMU werden die
Fördersätze auf 50 bzw. 30 Prozent gesenkt. Ein entsprechender Runderlass wird
gegenwärtig vorbereitet, mit seiner Veröffentlichung treten die geänderten
Förderrichtlinien in Kraft.
Um einer Vielzahl kleiner, auf
Außenfinanzierung angewiesener Unternehmen auch weiterhin die Realisierung von
FuE-Projekten zu ermöglichen, sollen die reduzierten Fördersätze für KMU durch
Darlehen über 10 bzw. 15 Prozentpunkte im Rahmen des Mittelstands- und
Technologieprogrammdarlehensprogramms geschlossen werden. Damit stünde den
Begünstigten der ursprüngliche Mittelzufluss wieder in voller Höhe zur
Verfügung. Durch Zuschüsse sollen die Zinsen auf drei Prozent reduziert werden.
Diese Zinszuschüsse sind ¿ wie auch die Zuschüsse im Rahmen der FuE-Projektförderung
¿ unmittelbar an die FuE-Investition gebunden.
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Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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