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Raubkopien - Bundesweiter Erfahrungsaustausch
für Staatsanwälte, Richter und Polizisten

27.12.2004, Magdeburg – 11

  • Landeskriminalamt

 

 

 

 

 

 

 

 

Landeskriminalamt - Pressemitteilung Nr.: 002/04

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landeskriminalamt -

Pressemitteilung Nr.: 011/04

 

 

 

Magdeburg, den 12. Oktober 2004

 

 

 

 

 

Raubkopien - Bundesweiter Erfahrungsaustausch

für Staatsanwälte, Richter und Polizisten

 

 

 

 

 

Raubkopierer

verursachen jährlich Schäden in Millionenhöhe. In Deutschland wurden im letzten

Jahr rund 54 Millionen Datenträger zum Kopieren von Computer- und Videospielen

verwendet. Das bedeutet: Jede Stunde werden etwa 6.500 illegale Kopien

hergestellt und verkauft. Für die Polizei ist die strafrechtliche Relevanz

dieser Urheberrechtsverletzungen allerdings nur sehr schwer einzuordnen. denn

sie werden mit einer ernormen und zum Teil unbekannten Produktvielfalt

konfrontiert.

 

Daher haben sich am 12. Oktober 2004

über 150 Polizeibeamte, Staatsanwälte und

Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet zum Erfahrungsaustausch an

der Fachhochschule der Polizei in Aschersleben getroffen. Der Kongress

„Urheberrecht und Raubkopien“ wurde vom Landeskriminalamt

Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der FHS der Polizei Sachsen-Anhalt und dem Verband der

Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) organisiert.

 

 

Deutsche geben bis zu 300 Millionen Euro für Raubkopien aus

 

In seinem informativen Einführungsreferat hat der VUD-Geschäftsführer

Ronald Schäfer den wachsenden Markt der Unterhaltungssoftware und die

gesellschaftliche Bedeutung der Computer- und Videospiele skizziert, deren

Wachstum von den Raubkopierern stark gebremst wird. „Jedes Jahr werden 250

bis 300 Millionen Euro für Raubkopien ausgegeben“, erklärt Schäfer,

„diese werden direkt den Herstellern weggenommen.“

 

Im Zentrum der

Tagung standen die Erläuterungen der Gesellschaft zur Verfolgung von

Urheberrechtsverletzungen (GVU), deren Referenten die gesetzlichen Grundlagen,

die Typologie der Täter und deren Vorgehen erläutert haben. „Die Täter

sind äußerst erfindungsreich“, erläuterte der Geschäftsführer der GVU

Jochen Tielke, „sie arbeiten unter größter Geheimhaltung und scheuen

selbst vor Nötigung nicht zurück, um beispielsweise Computerspiele schon vor

dem ersten Verkaufstag zu beschaffen und illegal über die Internettauschbörsen

zu verkaufen.“

 

 

 

 

 

Raubkopierer

wissen, was sie tun

 

Ursache für viele

Urheberverletzungen ist das mangelnde Unrechtsbewusstsein. Der Gebrauch von

illegalen Kopien ist für viele selbstverständlich.  Laut der Studie "Digitale Mentalität" der privaten

Universität Witten/Herdecke wissen 98 Prozent der Befragten, dass Software kein

freies Gut ist. Das hält zwei Drittel der befragten PC-Nutzer allerdings nicht

von der Nutzung von Raubkopien ab. Und sogar 78 Prozent sind gegen eine

Bestrafung, wenn die Raubkopien privat eingesetzt werden. Nur gegen die

gewerbliche Nutzung der illegalen Kopien in Firmen spricht sich eine klare

Mehrheit von 85 % der Befragten aus.

 

Den Schaden dieser

Einstellung trägt die ganze Gesellschaft: Raubkopierer vernichten wertvolle

Arbeitsplätze und bringen den Staat um Steuereinnahmen in Milliardenhöhe.

 

 

 

Fazit

Nach der Veranstaltung stellte der Direktor des Landeskriminalamtes

Sachsen-Anhalt, Frank Hüttemann, fest:“ Die hohe Teilnehmerzahl aus dem

Bundesgebiet und das während der Veranstaltung gezeigte große Interesse

bestätigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wir wollen gemeinsam alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen und so den

Raubkopierern keine Chance lassen.“

 

 

 

 

 

Zum VUD e.V.:

 

Der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) ist als

Industrieverband die deutsche Interessenvertretung der Hersteller und Anbieter

von Unterhaltungssoftware und seit 1998 Mitglied der GVU. Die Aufgaben des VUD

sind „Förderung und Etablierung des gesellschaftlich-kulturellen Ansehens

und der politisch-wirtschaftlichen Bedeutung der Industrie für interaktive

Unterhaltungssoftware.“ Der VUD ist u.a. ideeller Träger der GC-Games

Convention. Informationen zum VUD finden Sie unter der www.vud.de. Pressekontakt: Manfred Schiefer,

Telefon 05251-77 19 50, E-Mail: m.schiefer@vud.de

 

Zur GVU e.V.:

 

Das Team von juristischen, kriminalistischen und technischen Experten

der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) trägt  im Netzwerk der internationalen

Antipiraterie-Organisationen dazu bei, geistiges Eigentum zu schützen, die

Verbreitung von Raubkopien einzudämmen und den durch sie entstehenden

wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. Weitere Informationen finden Sie unter www.gvu.de . Pressekontakt: Diane Gross, Telefon

040-61 17 92 – 0 / 24, E-Mail: diane.gross@gvu  

 

 

 

Impressum:

 

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