Finanzminister Paqué: In absehbarer Zeit kein
Geld für das Land aus dem Novum-Vermögen
19.11.2004, Magdeburg – 53
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 53/04
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 53/04
Magdeburg, den 18. November 2004
Finanzminister Paqué: In absehbarer Zeit kein
Geld für das Land aus dem Novum-Vermögen
Finanzminister Karl-Heinz Paqué
hat die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes begrüßt, die den Weg frei
macht, Vermögen der früheren SED-Firma Novum den neuen Bundesländern als
Finanzhilfe zukommen zu lassen. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte damit
ein entsprechendes Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Berlin vom September
2003.
Paqué wies allerdings darauf
hin, dass die neuen Länder in den kommenden Jahren noch nicht mit dem Geld
rechnen könnten. Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes sei lediglich
der Weg frei für die Fortsetzung zweier in den 90er Jahren ausgesetzten
Schadensersatzprozesse in der Schweiz. Erst wenn diese entschieden seien,
stünden die Vermögenswerte in Aussicht. Es soll sich um mehrere hundert
Millionen Euro handeln. Die Mittel seien, so die gesetzlichen Festlegungen, für
gemeinnützige Zwecke vorgesehen.
Die Novum GmbH ist 1951 in
Ostberlin gegründet worden und war bis 1989 im Bereich des Außenhandels
vorwiegend mit österreichischen Firmen tätig. Strittig war, ob die Novum GmbH
eine mit der SED verbundene juristische Person war. In diesem Fall verfügt die
Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS, ehemals
Trauhandanstalt) über das Vermögen. Die Novum GmbH und ihre Gesellschafterin
hatten jedoch behauptet, die Novum habe wirtschaftlich der Kommunistischen Partei
Österreichs gehört. Diese Sicht ist nun aber vom Bundesverwaltungsgericht
endgültig zurückgewiesen worden.
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