Weitere Reform im Agrarbereich / Landgestüt
kommt unter Dach der LLG
28.09.2004, Magdeburg – 390
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 390/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 390/04
Magdeburg, den 28. September 2004
Weitere Reform im Agrarbereich / Landgestüt
kommt unter Dach der LLG
Die Landesanstalt für
Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) mit Sitz in Bernburg bleibt in ihrer
bisherigen Organisationsform erhalten. Die Überführung in einen Landesbetrieb
mit erwerbswirtschaftlicher Ausrichtung wird wegen der überwiegend hoheitlichen
Aufgaben der LLG als nicht sinnvoll beurteilt. Dennoch sollen neue
Steuerungsinstrumente wie die Kosten- und Leistungsrechnung Einzug halten. Das
ergab eine Strukturüberprüfung.
Dagegen soll das landwirtschaftliche
Untersuchungswesen der LLG, also der Laborbereich, möglichst mit der
entsprechenden Einrichtung des Freistaates Sachsen fusionieren und in
Halle-Lettin konzentriert werden. Nach Konstitution der neuen Landesregierung
in Sachsen sollen die bereits begonnenen Verhandlungen intensiviert werden. Bis
Jahresende soll ein Ergebnis vorliegen.
Das Landgestüt in Radegast kommt zum 1. Januar 2005
unter das Dach der LLG. Nach dem erfolglosen zweiten Verkaufsversuch des Landesweingutes
Kloster Pforta wird dieses nun in eine GmbH umgewandelt, die dann privatisiert
werden kann. Das Landgestüt bleibt Landesbetrieb und wird der LLG lediglich unterstellt.
Zu den insgesamt 492 Mitarbeitern der LLG kommen
die 20 Mitarbeiter des Landgestüts hinzu. Im Zeitraum 2003 bis 2010 werden
insgesamt 79 Stellen abgebaut.
Die LLG erarbeitet Vollzugs- und
Beratungsgrundlagen für Landwirtschaft und Verwaltung. So gibt sie unter
anderem Anbau- oder Düngeempfehlungen und beteiligt sich am GVO-
Erprobungsanbau (GVO ¿ gentechnisch veränderte Organismen).
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