Erste Ergebnisse aus der Monitoring-Gruppe zu
Hartz IV
Bundesregierung ist zum Nachbessern bereit
30.08.2004, Magdeburg – 108
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 108/04
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 108/04
Magdeburg, den 30. August 2004
Erste Ergebnisse aus der Monitoring-Gruppe zu
Hartz IV
Bundesregierung ist zum Nachbessern bereit
Staatssekretär Dr. Reiner Haseloff hat heute über erste Ergebnisse der
Monitoring-Gruppe Ost zur Umsetzung von Hartz IV berichtet. Die Gruppe, in der
alle fünf neuen Länder und Berlin vertreten sind, war am Freitag erstmals mit
Bundeswirtschaftsminister Dr. Wolfgang Clement und der Bundesagentur für Arbeit
zusammengetroffen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Regelungen von Hartz IV
besser für den von Arbeitslosigkeit besonders betroffenen Osten Deutschlands
anzupassen.
So soll nach Auskunft von
Haseloff der Betrag für die Kinderfreibeträge nach oben korrigiert werden.
Ebenso soll der erste Auszahlungszeitpunkt des neuen Arbeitslosengelds II (ALG
II) von Februar auf Januar vorgezogen werden, so dass keine finanziellen
Engpässe bei den Empfängern entstehen. Eine entsprechende Gesetzesänderung soll
noch im Oktober dem Bundestag vorgelegt werden. Gleichzeitig sollen in fünf
Rechtsverordnungen verschiedene Fragen klarer geregelt werden. Das betrifft
unter anderem die Angemessenheit von Kraftfahrzeugen oder die
Nichtberücksichtigung von Wochenendgrundstücken (¿Datschen¿).
Haseloff wertete es als Erfolg,
dass es auch gelungen sei, die Gruppe der über 55-jährigen als besondere
Problemzielgruppe in den Fokus zu rücken. Hier solle ähnlich dem
sachsen-anhaltischem Programm ¿Aktiv zur Rente¿ ein Sonderprogramm aufgelegt
werden, das gerade ältere Arbeitslose in längerfristige Arbeitsmöglichkeiten
vermittelt. In dem Zusammenhang soll auch das Problem der sogenannten § 428 SGB
III abgemildert werden (über 58-jährige, die dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur
Verfügung stehen).
Die Monitoring-Gruppe Ost wird
bis Dezember einmal im Monat tagen und weitere Abstimmungen vornehmen. Ein
wichtiges Thema der kommenden Sitzungen wird die Zuverdienstgrenze sein, die
derzeit bei einem Verdienst von bis zu 400 Euro bei nur 15 Prozent liegt. Das
Bundeswirtschaftsministerium hatte hier Entgegenkommen signalisiert, wenn sich
die Bundesländer im Vorfeld einigten.
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