Innenminister Jeziorsky: Einigung zur
Änderung des ?Heidekompromisses? auf gutem Wege
14.07.2004, Magdeburg – 287
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 287/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 287/04
Magdeburg, den 13. Juli 2004
Innenminister Jeziorsky: Einigung zur
Änderung des ¿Heidekompromisses¿ auf gutem Wege
Aus
Sicht von Innenminister Klaus Jeziorsky steht einer Unterzeichnung der Änderung
des so genannten Heidekompromisses grundsätzlich nichts mehr entgegen.
Der
Innenminister informierte in der heutigen Kabinettssitzung darüber, dass nach
Gesprächen mit der Bundeswehr, den Kommunen und weiteren Beteiligten eine
baldige Einigung zur Zukunft der Colbitz-Letzlinger Heide zu erwarten sei. Auch
seitens des Bundesministeriums der Verteidigung werde der erarbeitete
Änderungsentwurf als tragfähig erachtet.
Nach dem
nun vorliegenden Entwurf zur Änderung des Heidekompromisses, der in enger
Abstimmung mit den Kommunen von den Fachebenen des
Bundesverteidigungsministeriums und des Innenministeriums erarbeitet wurde, ist
u.a. Folgendes vorgesehen:
Der
Südteil der Colbitz-Letzlinger Heide soll dauerhaft zur militärischen Nutzung
im Eigentum des Bundes verbleiben.
Die
Straße Colbitz-Hütten bleibt für den öffentlichen Verkehr geöffnet.
Der
Öffentlichkeit soll ermöglicht werden, den Südteil in übungsfreien Zeiten auf
festgelegten Wegen zu betreten.
Ferner
beabsichtigt die Bundeswehr, einen Teil des Kasernengeländes Hillersleben, der
nach dem Heidekompromiss bereits 1997 aus der militärischen Nutzung
herausgenommen wurde, dauerhaft für militärische Zwecke zu nutzen.
Innenminister
Jeziorsky: ¿Wenn der Heidekompromiss in dieser Form geändert wird, werden nicht
nur die Interessen der betroffenen Anliegerkommunen berücksichtigt, für die
sich die Bundeswehr in den vergangenen Jahren zu einem starken
Wirtschaftsfaktor entwickelt hat, sondern auch die der Bevölkerung, die den
Südteil in übungsfreien Zeiten nutzen kann.¿
Ein
wichtiger Aspekt bei den Verhandlungen mit dem Bund war und ist für den
Innenminister die Unterstützung der Anliegerkommunen: ¿Wir wollen nichts gegen
die Interessen der betroffenen Kommunen unternehmen, deshalb gibt es enge
Kontakte zwischen meinem Ministerium und den betroffenen Kommunen. Ihre
Repräsentanten haben dem Entwurf zur Änderung des Heidekompromisses ebenso
uneingeschränkt zugestimmt wie die betroffenen Landesministerien.¿
Zum
Hintergrund:
Im 1997
vereinbarten Heidekompromiss haben der Bundesminister der Verteidigung und der
Minister des Innern des Landes Sachsen-Anhalt festgelegt, dass der Südteil der
Colbitz-Letzlinger Heide spätestens 2006 der zivilen Nutzung zugänglich gemacht
werden soll und die Bundeswehr auf die militärische Nutzung dieser Flächen
verzichtet.
Der
Landtag und die Landesregierung des Landes Sachsen-Anhalt haben sich im
November 2003 jedoch für eine militärische Nutzung des Südteils der
Colbitz-Letzlinger Heide über das Jahr 2006 hinaus und eine entsprechende
Modifizierung des Heidekompromisses ausgesprochen. Zuvor hatten sich bereits
die betroffenen Kommunen für eine solche Änderung der Vereinbarung eingesetzt.
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