Wirtschaft, Arbeitsverwaltung und
Landesregierung schließen Pakt für Ausbildung/ Wer eine Ausbildung sucht, soll
auch eine Lehrstelle bekommen
28.06.2004, Magdeburg – 262
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 262/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 262/04
Magdeburg, den 28. Juni 2004
Wirtschaft, Arbeitsverwaltung und
Landesregierung schließen Pakt für Ausbildung/ Wer eine Ausbildung sucht, soll
auch eine Lehrstelle bekommen
Ministerpräsident
Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Horst Rehberger
sowie Vertreter der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern,
Wirtschaftsverbände und der Arbeitsverwaltung haben heute im Magdeburger Palais
am Fürstenwall einen ¿Pakt für Ausbildung in Sachsen-Anhalt 2004 ¿ 2006¿
unterzeichnet. Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer sagte, Ziel sei,
jedem Jugendlichen, der eine Ausbildung will, auch eine Lehrstelle anzubieten.
Der Pakt sei in den vergangenen Wochen in konstruktiver Zusammenarbeit
entstanden. Man wollte ein Zeichen setzen, dass Regierung, Wirtschaft und
Arbeitsverwaltung eine Einigung auch ohne die Androhung von Reglementierungen
erreichen können.
Wirtschaftsminister
Dr. Horst Rehberger, der den Pakt ebenfalls unterzeichnete, sagte: ¿Es ist
gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft und Politik, den Fachkräftebedarf unseres
Landes zu sichern.¿ Wer ausbilde sorge nicht nur für Nachwuchs vor, sondern
zeige auch Verantwortung für die Zukunft Sachsen-Anhalts. Die Unterzeichnenden
hätten sich darauf geeinigt, dass in diesem Jahr mindestens genauso viel
Ausbildungsstellen wie im vergangenen Jahr zur Verfügung stehen sollen.
Schwerpunkt des Paktes sei auch eine passgenaue Vermittlung der Jugendlichen.
Die Partner legen wert auf den Fähigkeiten der Jugendlichen entsprechende Ausbildungsangebote,
so seien auch Teilqualifikationen möglich. Die Landesregierung werde bestehende
Förderprogramme weiterführen und zusätzliche Ausbildungsberater finanzieren,
die Unternehmen unterstützen, geeignete Bewerber ausfindig zu machen.
In dem Pakt
verpflichtet sich die Wirtschaft, bei den Unternehmen um mehr
Ausbildungsstellen zu werben und damit das Defizit auszugleichen und nach
Möglichkeit zusätzliche Stellen zu schaffen. Gleichzeitig wird die modulare
Berufsvorbereitung weiterentwickelt, neue Qualifizierungsbausteine werden
erarbeitet. Um Ausbildungsabbrüche zu verringern, werden Vortragsreihen an
Schulen, Schülerpraktika und Bildungsmessen verstärkt angeboten. Hier sollen
sich Schüler frühzeitig und gezielt informieren und Erfahrungen sammeln können.
Die
Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit setzt
sich eine Verbesserung der Beratung und Integration von Jugendlichen auf dem
Ausbildungsmarkt zum Ziel. Dabei wird das so genannte Profiling optimiert. Hier
werden die beruflichen Interessen und persönlichen Merkmale und Fähigkeiten des
Ausbildungssuchenden festgestellt, um ihn passgenau vermitteln zu können.
Gleichzeitig werden von den Agenturen für Arbeit bedarfsgerecht
außerbetriebliche Stellen für benachteiligten und behinderte Jugendliche
eingerichtet. Anfang September wird ein Tag der Ausbildungsvermittlung
stattfinden, der Unternehmen und noch nicht vermittelte Bewerber zusammenführt.
Abschließend
erklärten die Partner des Ausbildungspaktes, dass sie alles dafür tun werden,
möglichst jedem Ausbildungssuchenden eine Ausbildungschance in Sachsen-Anhalt
zu bieten.
Im Mai
waren erst 7.791 betriebliche Lehrstellen gemeldet, das entspricht einem
Rückgang gegenüber dem Vorjahr von mehr als sechs Prozent.
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