Finanzminister Paqué: Brüsselbesuch zeitigt
Ergebnisse ? Zahlungen aber noch nicht vollständig geleistet
28.06.2004, Magdeburg – 27
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 27/04
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 27/04
Magdeburg, den 28. Juni 2004
Finanzminister Paqué: Brüsselbesuch zeitigt
Ergebnisse ¿ Zahlungen aber noch nicht vollständig geleistet
Finanzminister
Karl-Heinz Paqué hat sich heute befremdet über das Abwickeln von Auszahlungen
durch die EU-Behörden in Brüssel geäußert. Paqué: ¿Obwohl Sachsen-Anhalt den
Schlusszahlungsantrag für den Fonds EAGFL-A bereits zum 30.06. 2002 und die
Anträge für den Europäischen Sozialfonds und den Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung zum 31.03.2003 bei der Europäischen Kommission in Brüssel
fristgemäß eingereicht hat, sind die Zahlungen noch immer nicht vollständig
erfolgt. Das ist nicht nachvollziehbar.¿
Das wirke sich nun
auf den Jahresabschluss für das Jahr 2003 aus, da dieser auch durch die
Zahlungen der Europäischen Union für Strukturmaßnahmen beeinflusst werde, so
Paqué weiter. Im Haushaltsjahr 2003 waren neben den zu erwartenden Erstattungen
der EU für die Zwischenzahlungen der laufenden Förderperiode 2000 bis 2006 auch
die Schlusszahlungen aus der Förderperiode 1994 bis 1999 veranschlagt.
Ausgehend von den
Festlegungen der Haushaltsordnung der Europäischen Union musste zum Zeitpunkt
der Haushaltsaufstellung davon ausgegangen werden, dass die Erstattung im Jahr
der jeweiligen Antragstellung noch erfolgen wird.
¿Es war
erfreulich, dass nach meinem Besuch im März dieses Jahres bei den zuständigen
Generaldirektionen in Brüssel die Prüfung der Abschlussunterlagen des Landes
Sachsen-Anhalt anlief. Eine erste Zahlung in Höhe von rund 51 Millionen Euro
ist im Ergebnis dessen bereits angewiesen worden, so dass dem Land keine weiteren Haushaltsbelastungen durch
verzögerte EU-Zahlungen und damit verbundene Zinslasten aus der Vorfinanzierung
der EU-Maßnahmen entstehen. Nun fehlt aber der
nächste Schritt.¿ Es stünden noch rund 38 Millionen Euro aus. Haushaltstechnisch
bedeutet dies, dass sich im Nachtragshaushalt 2004 die Veranschlagung des
Defizits 2003 um 36,3 Mio. Euro erhöht und gleichzeitig die ausstehenden
EU-Mittel in gleicher Höhe als Einnahme veranschlagt werden.
Paqué erklärte
weiter, eine wesentliche Schlussfolgerung für die Landesregierung aus diesen
Verfahrensabläufen sei, die Zusammenarbeit und die direkten Kontakte zu den
fachlich zuständigen Institutionen bei der Europäischen Union in Brüssel zu
intensivieren. Daneben sollte in Vorbereitung des Abschlusses der laufenden
Förderperiode 2000-2006 eine Aufarbeitung der Schwachstellen mit dem Ziel der
Beschleunigung der Verfahrensabläufe erfolgen. Die finanzwirtschaftliche
Situation der Länder zwinge zur zeitnahen Abwicklung der Erstattungsanträge für
Zwischen- und Schlusszahlungen.
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