Heizung mit Sonnen- und Erdwärme
blz Geo-Technik aus Gommern gewinnt Hugo Junkers Innovationspreis 2004
12.05.2004, Magdeburg – 64
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 064/04
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 064/04
Magdeburg, den 12. Mai 2004
Heizung mit Sonnen- und Erdwärme
blz Geo-Technik aus Gommern gewinnt Hugo Junkers Innovationspreis 2004
Ministerpräsident Prof. Wolfgang
Böhmer hat heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger den Hugo
Junkers Innovationspreis 2004 des Landes Sachsen-Anhalt verliehen. Der
Hauptpreis in Höhe von 20.000 Euro ging an das Unternehmen blz Geo-Technik GmbH
aus Gommern. Die Innovation kombiniert die Wärme-Energiegewinnung aus den
beiden Energiequellen Erdwärme und Sonnenenergie.
Weitere
Preise, die mit je 10.000 Euro dotiert sind, wurden in den Kategorien:
¿Zukunftsorientierte Technologien und Dienstleistungen¿, ¿Life Science¿ und
¿Technologieorientierte Existenzgründung¿ vergeben. Sieger sind hier die
boraglas GmbH aus Halle, die mit einem speziellen Verfahren Glas innerhalb des
Glaskörpers beschriften kann. Der Preis in der Kategorie ¿Life Science¿ ging an
die Scanbec GmbH aus Halle für ein Testverfahren zur Lebensmittelsicherheit.
Bester Existenzgründer wurde die AVA Anhaltinische Verfahrens- und Anlagentechnik
Ingenieurgesellschaft Henneberg und Partner GbRmbH aus Barleben für eine
Softwareentwicklung, die Anlagenbauern- und Betreibern hilft, Produktionsanlagen
optimal zu nutzen.
Ministerpräsident
Böhmer sagte, dass mit dem Innovationspreis besonders kreative Leistungen der
hiesigen Unternehmen bekannter gemacht werden sollten. Der Preis sei daher auch
Anregung für die Wirtschaft, mehr in eigene Forschung und Entwicklung zu
investieren. Wirtschaftsminister Rehberger ergänzte: ¿Innovation zu fördern,
ist einer der Schwerpunkte der Wirtschaftspolitik. Wirtschaftlicher Wettbewerb
entscheidet sich zunehmend über neuartige Produkte, Ostdeutschland kann und
darf nicht auf Vorteile aus niedrigen Löhnen setzen.¿ Deshalb werde die
Landesregierung alles daran setzen, gerade auch mittelständische Unternehmen in
ihren Bemühungen um eigene Innovationen zu unterstützen.
Der
Innovationspreis wurde zum siebenten Mal verliehen, er wird alle zwei Jahre
ausgeschrieben. Mit dem Preis werden Innovationen gewürdigt, die in Kooperation
mit Forschungseinrichtungen, wie Universitäten, Hochschulen und Instituten
sowie Unternehmen entstanden sind. Erstmals trägt der Preis den Namen des Unternehmers
und Erfinders Hugo Junkers, der in Dessau zu Beginn des 20. Jahrhunderts das
erste Ganzmetallflugzeug bauen ließ. Mit 67 Bewerbern war die Teilnehmerzahl so
hoch wie nie. Der Jury unter dem Vorsitz von Dr. Klaus von Dohnanyi gehörten
Vertreter von Kammern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen an. Alle
Preisgelder wurden durch Sponsoren bereit gestellt, zu denen namhafte
Unternehmen des Landes wie Bayer Bitterfeld GmbH oder die RegioCom GmbH
Barleben gehören. Den Hauptpreis haben Investitionsbank Sachsen-Anhalt und
NordLB gestiftet.
Die
Preisträger
Gesamtsieger (Sieger des
Wettbewerbs ¿best of¿), dotiert mit 20.000 Euro
blz
Geo-Technik GmbH, Gommern
Mit der
Kopplung von Sonnen- und Erdwärme kann zum einen der Nutzungsgrad der
Sonnenkollektoren erhöht werden, Restwärme wird in den Kreislauf der
Erdwärmenutzung eingespeist. Zum anderen sind durch das neue Verfahren der
Erdwärmenutzung tiefe Bohrungen nicht mehr notwendig. Die Kosten für die Anlage
sind deutlich niedriger als bei bislang verwendeten, gleichzeitig kann der Preis
für die Wärmeenergie mit herkömmlichen fossilen Brennstoffen mithalten.
Die Innovation entstand
gemeinsam mit der AMOTHERM AG, der Kopf AG, der Technischen Universität
Bergakademie Freiburg und der Schünemann GmbH.
Internet: www.blz-geotechnik.de
Kategorie
¿Zukunftsorientierte Technologien und Dienstleistungen¿
1. Preis: boraglas GmbH, Halle,
10.000 Euro
Mit der vom
Unternehmen entwickelten Lasertechnologie MarcColor kann Glas beständig,
maschinenlesbar gekennzeichnet werden. Dabei erfolgt die Beschriftung innerhalb
des Glases, so dass es auch gegen aggressive Stoffe wie Säure oder andere
Chemikalien sicher ist. Anwendungsmöglichkeiten reichen vom Labor und der
Kennzeichnung von Objektträgern bis hin zur diebstahlsicheren Autoscheibe, die
immer wieder erkennbar ist. Im Internetshop kann man sich jetzt schon Fotos in
Glas einarbeiten lassen.
Partner der Allianz sind: die
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (FB Physik), FEW Chemicals GmbH,
Raylase GmbH
Internet: www.boraglas.de
2. Preis:
Laukötter / Diesel Air GmbH, Dessau
Internet:
www.laukoetter-dessau.de
3. Preis:
pro-beam AG & Co.KGaA, Betriebsstätte Burg
Internet: www.pro-beam.de
Sonderpreis
Allianzen: DRACOSA AG, Wolfen
Internet: www.dracosa.de
Kategorie ¿Life Science¿
1. Preis:
Scanbec GmbH, Halle, 10.000 Euro
Die Firma hat ein
Molekularbiologisches Analysesystem entwickelt, das Lebensmittelbetriebe
einsetzen. Analysen, die sonst etwa eine Woche dauerten, können jetzt schon
innerhalb eines Tages abgeschlossen sein. Vorteil ist auch, das der Test
genauer als bei herkömmlichen Methoden ist. Testchips werden speziell für die
Wünsche der Kunden hergestellt. So kann ein Bierproduzent bspw. einen Chip zum
Testen von möglichen Verunreinigungen mit Lactobazillen bestellen.
Partner der Allianz sind: die
eBiochip Systems GmbH, Hasseröder Brauerei GmbH, Institut für Physikalische
Hochtechnologie Jena e.V., Milchwerke Valio Oy (Finnland), Universität Oulu
(Finnland), Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle
Internet: www.scanbec.com
2. Preis:
esparma GmbH, Osterweddingen
Internet: www.esparma.de
3. Preis:
SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, Halle
Internet: www.sonotec.de
3. ULEV
GmbH, Dodendorf
Internet: www.visu-point.com
Sonderpreis Allianzen: IMTM
GmbH
Internet: www.pharmamd.de;
www.imtm.de
Kategorie ¿Technologieorientierte
Existenzgründung¿
1. Preis:
AVA Anhaltinische Verfahrens- und Anlagentechnik Ingenieurgesellschaft
Henneberg und Partner GbRmbH, Barleben
Hochleistungsforschung
anwendbar für Anlagenbauer- und Betreiber zu machen, war die Anforderung unter
der die FBSim Software entstanden ist. Mit der Software ist es möglich,
Anlagenprozesse computergesteuert zu optimieren. Bisher war dies aufgrund der
enormen Rechenanforderungen nur für die Produktion mit flüssigen Stoffen möglich.
Das Barlebener Unternehmen stellt jetzt mit der eigens entwickelten Software
auch ein Werkzeug zur Prozessoptimierung von Produktionen mit Granulaten oder
Stäuben zur Verfügung.
Partner der Allianz sind: die
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Lehrstuhl für chemischen Apparatebau
und Lehrstuhl für thermische Verfahrenstechnik), Fraunhofer Institut für
Fabrikbetrieb und ¿auto-matisierung Magdeburg, GLATT Ingenieurtechnik GmbH,
HEINEN Trocknungstechnologie GmbH, VA Tech WABAB GmbH
Internet: www.ava-web.de
Sonderpreis Allianzen: Enervation GmbH, Magdeburg
Internet: www.enervation.com
P-D
aitec GmbH, Bitterfeld
Internet: www.pd-aitec.de
Hinweis
Mehr zu den Bewerbern, Preisträgern und zu Ansprechpartnern in den
Firmen finden Sie im Internet unter:
www.innovationspreis-sachsen-anhalt.de
Hier ist die Broschüre mit allen Bewerbern und Preisträgern als
pdf-Dokument eingestellt.
Impressum:
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Arbeit
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Hasselbachstr. 4
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Tel: (0391) 567 - 43 16
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