Podiumsdiskussion des Ostdeutschen
Bankenverbandes ?Gesamtdeutsche Reformpolitik ? Wachstumschance für
Ostdeutschland??/ Ministerpräsident Böhmer: Reformkurs mit aller Kraft
fortsetzen
05.05.2004, Magdeburg – 172
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 172/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 172/04
Magdeburg, den 5. Mai 2004
Podiumsdiskussion des Ostdeutschen
Bankenverbandes ¿Gesamtdeutsche Reformpolitik ¿ Wachstumschance für
Ostdeutschland?¿/ Ministerpräsident Böhmer: Reformkurs mit aller Kraft
fortsetzen
Ministerpräsident Prof. Dr.
Wolfgang Böhmer hat die Bundesregierung aufgefordert, die Reformpolitik mit
aller Kraft fortzusetzen. Ein Abweichen vom Reformkurs wäre fatal für ganz
Deutschland, aber besonders für die neuen Bundesländer, sagte Böhmer heute in
Berlin bei der Podiumsdiskussion des Ostdeutschen Bankenverbandes zum Thema
¿Gesamtdeutsche Reformpolitik ¿ Wachstumschance für Ostdeutschland?¿. Es gehe
um die Zukunftsfähigkeit ganz Deutschlands, betonte der Ministerpräsident. Die
Menschen müssten sich daran gewöhnen, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen,
beispielsweise bei der Altersvorsorge und der Gesundheit. Sonst gerate der
Wohlstand insgesamt in Gefahr.
Neben der Neugestaltung der
Sozialsysteme sei die Föderalismusreform ein wichtiges Aufgabenfeld,
unterstrich der Regierungschef. Die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit von
Bund und Ländern müsse dringend verbessert werden. Die Landesregierung strebe
in den laufenden Verhandlungen mehr Länderkompetenzen besonders beim Besoldungs-
und Versorgungsrecht, im Hochschulwesen, in der außerschulischen und
beruflichen Bildung sowie im Wohnungswesen an.
Auch im Steuerrecht könne der
Ende 2003 erzielte Kompromiss nicht das letzte Wort sein, so Böhmer. Notwendig
sei eine grundlegende Steuerreform, um das Vertrauen von Bürgern und
Unternehmen in den Staat zurückzugewinnen und damit ein günstigeres Klima für
Investitionen und Konsum zu schaffen.
Böhmer erinnerte daran, dass
durch den ¿Pillenknick¿ Reformbedarf schon seit Anfang der 80er Jahre bestand.
Die Folgen der demografischen Entwicklung seien aber zunächst
parteiübergreifend verdrängt worden. Die schwierige Gestaltung der Deutschen
Einheit habe dann zusätzlich von anderen Problemen abgelenkt. Dabei sei gerade
die Wirtschaft der neuen Länder auf schnellstmögliche Reformen angewiesen, die
nun allerdings unter erschwerten Bedingungen umgesetzt werden müssten.
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