Menu
menu

Gemeinsame Erklärung der
FDP-Wirtschaftsminister
Alternativen zu einer Ausbildungsplatzabgabe

23.04.2004, Magdeburg – 53

  • Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 053/04

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und

Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 053/04

 

 

 

Magdeburg, den 23. April 2004

 

 

 

Gemeinsame Erklärung der

FDP-Wirtschaftsminister

Alternativen zu einer Ausbildungsplatzabgabe

 

 

 

Die Wirtschaftsminister

der FDP lehnen die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe ab. Sie ist aus

Sicht von Dr. Horst Rehberger (Sachsen-Anhalt), Dr. Walter Döring

(Baden-Württemberg), Hans-Artur Bauckhage (Rheinland-Pfalz), und Walter Hirche

(Niedersachsen) kein geeignetes Instrument, um die derzeitigen Probleme auf dem

Lehrstellenmarkt zu lösen.

 

 

 

Die Erhebung einer

Ausbildungsplatzabgabe würde eine zusätzliche Belastung der Wirtschaft

darstellen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit vor allem der

mittelständischen Betriebe verringern. Finanzstarke Betriebe hätten die

Möglichkeit, sich aus ihrer Ausbildungsverantwortung freizukaufen, und

Betriebe, die angebotene Ausbildungsplätze nicht besetzen können, wären doppelt

bestraft. Außerdem wäre die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe mit einem

enormen bürokratischen Aufwand für die Verwaltung und die Betriebe verbunden.

 

 

 

Erforderlich

wäre vielmehr eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft

insgesamt und für die Schaffung von Ausbildungsplätzen. Damit wieder mehr

Jugendliche eine Lehrstelle bekommen, braucht Deutschland eine konjunkturelle

Belebung und wirtschaftliches Wachstum. Statt neuer Restriktionen und

staatlicher Gängelung durch Zwangsabgaben braucht es mutigere Reformen. Hier

sind Bundesregierung und Tarifparteien in der Pflicht.

 

 

 

Aber selbst

unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen gibt es bessere Handlungsoptionen als

eine Ausbildungsplatzabgabe. Die liberalen Wirtschaftsminister weisen auf eine

Vielzahl von Maßnahmen hin, die in einem oder mehreren der von ihnen

mitregierten Länder bereits praktiziert bzw. vorbereitet werden:

 

 

 

Bessere Ausschöpfung des Ausbildungsplatzpotenzials:

 

 

 

·

Flächendeckende

Veranstaltung von Ausbildungsplatzbörsen

 

·

Durchführung von

Ausbildungsmessen und Kongressen

 

·

Last-Minute-Ausbildungsplatzbörsen

in der 2. Jahreshälfte

 

·

Nachvermittlungsaktionen

im 4. Quartal

 

·

Durchführung von

Nachwuchskampagnen (bspw. im Handwerk und im HOGA-Bereich)

 

 

 

Gewinnung zusätzlicher Ausbildungsplätze:

 

 

 

·

Verringerung der

Ausbildungskosten durch eine Reduzierung der Ausbildungsvergütung und der

Lohnnebenkosten

 

·

Zinsgünstige Darlehen an

Ausbildungsbetriebe für die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze

 

·

Einsatz von

Ausbildungsplatzwerbern

 

·

Intensive Werbung für

die Ausbildung in neuen Berufen

 

·

Förderung der

Verbundausbildung

 

·

Tag des

Ausbildungsplatzes

 

 

 

Maßnahmen für benachteiligte Jugendliche:

 

 

 

·

Schaffung neuer

theoriegeminderter, auch zweijähriger Ausbildungsberufe

 

·

Einrichtung von

Pro-Aktiv-Centren als zentrale Clearing-Stellen auf der

 

Ebene der

Landkreise und kreisfreien Städte

 

·

Einsatz von Jugendberufshelfern

auf Landkreisebene

 

·

Umsetzung von Teilqualifizierungskonzepten

 

 

·

Gestufte

Ausbildungsmodelle

 

 

 

Maßnahmen für leistungsstarke Jugendliche:

 

 

 

·

Entwicklung weiterer

Zusatzqualifikationen

 

·

Erwerb der

Fachhochschulreife im Rahmen einer dualen Ausbildung

 

 

 

Übergreifende Maßnahmen:

 

 

 

·

Verbesserung der Ausbildungsreife

von Hauptschülern

 

·

Weiterentwicklung der

Berufsorientierung an allgemein bildenden Schulen

 

·

Ausbildung- und

Qualifizierungsinitiativen

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Wirtschaft und

Arbeit

Pressestelle

Hasselbachstr. 4

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567 - 43 16

Fax: (0391) 567 - 44 43

Mail: pressestelle@mw.lsa-net.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierungdes Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hasselbachstr. 4

39104 Magdeburg

Tel.: +49 391 567-4316

Fax: +49 391 567-4443E-Mail: presse@mw.sachsen-anhalt.deWeb: www.mw.sachsen-anhalt.deTwitter: www.twitter.com/mwsachsenanhaltInstagram: www.instagram.com/mw_sachsenanhalt