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Bevölkerungskonferenz in Stendal:
Ministerpräsident Böhmer fordert Umdenken in allen gesellschaftlichen Bereichen

22.04.2004, Magdeburg – 152

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 152/04

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 152/04

 

 

 

Magdeburg, den 22. April 2004

 

 

 

Bevölkerungskonferenz in Stendal:

Ministerpräsident Böhmer fordert Umdenken in allen gesellschaftlichen Bereichen

 

Ministerpräsident

Prof. Dr. Wolfgang Böhmer hat heute auf der Bevölkerungskonferenz in Stendal

ein Umdenken in allen gesellschaftlichen Bereichen gefordert, um die Probleme

des demografischen Wandels zu lösen.

 

Böhmer

erläuterte auf der zweitägigen Konferenz der Landesregierung, die unter dem Motto

¿Alter nutzen. Jugend stärken. Wirtschaftspolitik im Zeichen des demografischen

Wandels¿ steht, die regionalisierte Bevölkerungsprognose 2002 bis 2020 für

Sachsen-Anhalt. Nach dieser Schätzung würden dem Land bis 2020 fast 500.000

Menschen verloren gehen. Neben dem erheblichen Rückgang der Bevölkerung werde

der Altersdurchschnitt (bis 2020 durchschnittlich 49 Jahre, heute 43 Jahre) deutlich

zunehmen.

 

Diese

angenommenen statistischen Veränderungen machten ein Umsteuern notwendig. Die

Landesregierung habe bereits den Beschluss gefasst, ein Handlungskonzept mit

langfristigen Strategien für die Wirtschafts-, Verkehrs-, Infrastruktur-,

Schul-, Hochschul- und Regionalentwicklung zu erarbeiten.

 

Ministerpräsident

Böhmer unterbreitete Vorschläge für eine nachhaltige Bevölkerungspolitik.

Familienentlastende Dienstleistungsangebote sollten in einem Netzwerk künftig

besser verzahnt werden. So werde an die Einführung eines Familienpasses

gedacht, der Erleichterungen für Familien mit Kindern bringen soll. Mit der

Wirtschaft werde die Landesregierung Gespräche über eine ¿Familienallianz¿

führen, um Möglichkeiten zur Schaffung flexibler Kinderbetreuungsangebote, auch

im betrieblichen Verbund, zu prüfen. Die Wirtschaftsförderung solle

konzentrierter erfolgen. Durch das Förderprogramm ¿Stadtumbau Ost¿ und die

Ausrichtung der Internationalen Bauausstellung Sachsen-Anhalt sei man bereits

auf dem richtigen Weg, um künftig gezielt urbane Regionen und Städte zu entwickeln.

 

Aus der

Bevölkerungsprognose könne man allerdings auch positive Aspekte gewinnen. So

würden voraussichtlich ab 2007 für alle Jugendlichen ausreichend

Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Ferner werde in Sachsen-Anhalt ab 2010

ein höherer Bedarf an spezialisierten Fachkräften erwartet.

 

Besonders

für die junge Generation, die in diesen Prozess aktiv hinein wachse, könnten

sich aus dem Umbau der Städte und der Entwicklung der  Infrastruktur neue Möglichkeiten und neue Berufsbilder ergeben.

 

Ministerpräsident Böhmer appellierte an die

Konferenzteilnehmer, dass die kommenden Herausforderungen und notwendigen

Reformen in unserer Gesellschaft nur von allen Generationen gemeinsam gelöst

werden könnten. Jeder sei gefragt und gefordert, ob als Unternehmer, Wissenschaftler,

Schulleiter oder Kommunalpolitiker. Das sei der Schlüssel zum Erfolg.    

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Domplatz 4

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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