Flughafenkonzept: Landesregierung
konzentriert sich auf Airport Leipzig-Halle und Regionalflughafen bei Cochstedt
20.04.2004, Magdeburg – 147
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 147/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 147/04
Magdeburg, den 20. April 2004
Flughafenkonzept: Landesregierung
konzentriert sich auf Airport Leipzig-Halle und Regionalflughafen bei Cochstedt
Sachsen-Anhalts Landesregierung will sich in ihrer künftigen Luftverkehrspolitik
auf die Stärkung des Flughafens Leipzig-Halle sowie den Aufbau eines
leistungsfähigen Regionalflughafens für den Großraum Magdeburg bei Cochstedt
(Landkreis Aschersleben-Staßfurt) konzentrieren. ¿Aus verkehrlicher Sicht und
auch aus finanziellen Gründen ist es notwendig, klar erkennbare Scherpunkte zu
setzen¿, begründete Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre die Entscheidung
heute nach der Beratung des Luftverkehrskonzepts im Kabinett.
Das Konzept der Regierung sieht vor, dass es in Sachsen-Anhalt künftig
neben dem
·
Verkehrsflughafen Cochstedt
·
5 Verkehrslandeplätze als öffentliche
Luftverkehrseinrichtungen (Magdeburg, Dessau, Stendal-Borstel, Halle-Oppin, Ballenstedt),
·
20 Sonderlandeplätze für übrige Zwecke (Allstedt,
Aschersleben, Bad Bibra, Burg, Drosa, Gardelegen, Hasselfelde, Köthen, Klein
Mühlingen, Klietz/Scharlibbe, Kunrau/Jahrstedt, Schönebeck, Sprossen, Laucha,
Merseburg, Oschersleben, Renneritz, Oberrißdorf, Zerbst, Dingelstedt),
·
5 Hubschrauberlandeplätze (Abbenrode, Barleben,
Magdeburg, Halle, Bernburg),
·
1
Segelfluggelände (Klein Gartz) und
·
1
Ballonstartplatz (Bitterfeld)
gibt. Darüber hinaus sehe die Landesregierung derzeit keinen Bedarf für
die Schaffung weiterer Flughäfen oder Verkehrslandeplätze, betonte der
Minister. Um einen fairen Wettbewerb und den sparsamen Einsatz öffentlicher
Mittel zu gewährleisten, wolle das Land keine dauerhaften direkten oder
indirekten Subventionierungen von Luftverkehrsgesellschaften übernehmen.
Wie der Minister
weiter mitteilte, wird der von privaten Investoren beabsichtigte Bau eines
Großflughafens ¿Berlin International bei Stendal¿ (BIS) von der Landesregierung
weiter verfolgt. ¿Solange der vorgesehene Ausbau von Berlin-Schönefeld unklar
ist, bleibt Stendal ein hervorragender Alternativstandort¿, sagte Daehre. Eine
Umsetzung des Projekts wäre nicht nur für den Norden Sachsen-Anhalts, sondern
auch für die strukturschwachen Nachbarregionen in Brandenburg,
Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit einem erheblichen Entwicklungsschub
verbunden. Voraussetzung für die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens sei
allerdings die Vervollständigung der Antragsunterlagen durch die Airail AG bis
zum Ende des Monats.
Daehre bekräftigte
die Position, dass sich das Land weder an den Bau- noch den Betriebskosten für
einen ¿Altmark-Airport¿ beteiligen werde.
Zu Ihrer Information:
Sachsen-Anhalt ist seit 6. Dezember 2000 gemeinsam mit dem Land Sachsen
und den Städten Halle, Leipzig und Dresden an der Mitteldeutschen Flughafen AG
als Holding beteiligt und damit indirekt auch an der Flughafen Leipzig-Halle
GmbH und der Flughafen Dresden GmbH. Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle halten
insgesamt 18,74 Prozent der Anteile und besitzen eine so genannte
Sperrminorität. Im vorigen Jahr wurde der Flughafen Leipzig-Halle von rund zwei
Millionen Passagieren genutzt.
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