Landeskabinett tagte in Gardelegen/ Land
fördert weiter strukturelle Entwicklung der Region/ Ausbau der
Verkehrsinfrastruktur besitzt besondere Priorität
09.03.2004, Magdeburg – 94
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 094/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 094/04
Magdeburg, den 9. März 2004
Landeskabinett tagte in Gardelegen/ Land
fördert weiter strukturelle Entwicklung der Region/ Ausbau der
Verkehrsinfrastruktur besitzt besondere Priorität
Die Landesregierung kam heute
zu einer auswärtigen Kabinettssitzung in Gardelegen zusammen. Auf der
Tagesordnung standen neben allgemeinen auch regionalspezifische Themen wie die
wirtschaftliche Entwicklung im Altmarkkreis Salzwedel, Infrastrukturmaßnahmen, die
Förderung von Kunst, Kultur und Schulen sowie die Förderung auf
sozialpolitischem Gebiet.
Neben einer Bilanz der
bisherigen regionalen Entwicklung informierte die Landesregierung über künftige
Projekte und Fördervorhaben. Ziel sei es, so Staatsminister Rainer Robra, die
Ansiedlungsbedingungen in der strukturschwachen Region kontinuierlich zu
verbessern. Hierzu tragen die Förderung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur
aber auch der sozialen und kulturellen Infrastruktur bei. Darüber hinaus sei
man weiter bemüht, Investoren für Projekte in der Altmark zu gewinnen.
Aus Mitteln der
Gemeinschaftsaufgabe Ost seien bis Ende 2003 im Altmarkkreis Salzwedel
insgesamt 429 Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 875 Mio. ¿
gefördert worden. Hierzu wurden insgesamt 257 Mio. ¿ an Fördermitteln
bewilligt. Damit seien 4.200 Arbeitsplätze geschaffen worden. Positiv sei vor
allem die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe. Hier seien in den letzten
beiden Jahren mehr als 900 Arbeitsplätze neu entstanden. Spitzenreiter sei die
Altmärker Kunststofftechnik mit einem Plus von 640 Arbeitsplätzen. Neu seien
auch das IFA-Werk und das Gummi-Formteilewerk Eldysi, beide mit jeweils 100
Mitarbeitern. Das "Naturstoffinnovationsnetzwerk Altmark" NinA mit
Sitz in Gardelegen gehöre zu den fünf sachsen-anhaltischen Siegerprojekten im
ostdeutschen Inno-Regio-Wettbewerb. Mit dem Einzug nachwachsender Rohstoffe in
die industrielle Produktion böten sich gerade für eine Region wie die Altmark
neue Perspektiven. Die Altmark besitze zudem als einzige Region im Land
flächendeckend eine touristische Förderpräferenz.
Mit dem Ausbau der
Verkehrsinfrastruktur wolle das Land bestehende Strukturdefizite im Norden
Sachsen-Anhalts abbauen. Hierbei spiele die Umsetzung der sogenannten
Hosenträger-Variante eine zentrale Rolle. Die Anbindung der Altmark an das
europäische Fernstraßennetz sei eine wichtige Voraussetzung für die
wirtschaftliche Entwicklung der Region. Parallel zu dem im April beginnenden
Raumordnungsverfahren für die Nordverlängerung der Autobahn 14 werde eine
verkehrswirtschaftliche Untersuchung zur geplanten B 190n durchgeführt, die
einmal die Autobahnen A 14 und A 39 in der Höhe von Salzwedel miteinander
verbinden solle.
In den vordringlichen Bedarf
des neuen Bundesverkehrswegeplanes seien unter anderem die Ortsumfahrungen im
Zuge der Bundesstraße 188 Kloster Neuendorf ¿ Jävenitz - Hottendorf und
Miesterhorst sowie die Ortsumgehung Uchtspringe ¿ Staats ¿ Vinzelberg
aufgenommen worden.
Für dieses Jahr seien im von
Land geförderten und vom Bund finanzierten Straßenbau u. a. folgende Maßnahmen
geplant: Im Zuge der B 190 Baumaßnahmen an der Verbindung Kläden-Binde und der
Ortsdurchfahrt Leppin. Im Zuge der B 71 Baumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt Salzwedel
(Bereich Karl-Marx-Straße), den Ortsdurchfahrten Ackendorf und Estedt sowie
Mahlsdorf-Salzwedel. Zugleich wird hier ein straßenbegleitender Radweg bis zur
Landesgrenze geschaffen. Die im November 2003 begonnenen Arbeiten an der
nördlichen Stadtumfahrung Salzwedels im Zuge der B 71/ B 248 gehen weiter und
sollen voraussichtlich bis zum Jahr 2007 abgeschlossen sein. Die Kosten liegen
bei 33,2 Mio. ¿.
Insgesamt 842.000 ¿ erhält der
Altmarkkreis in diesem Jahr für Vorhaben im Bereich der Umwelt. Der größte Teil
hiervon wird für die Sanierung der alten Hausmülldeponie Gardelegen aufgewandt.
Das Land trägt hier 80% der Kosten. Anschließend steht das Areal für eine
Erweiterung der Altmärker Kunststofftechnik AKT zur Verfügung. Weitere Mittel
fließen u. a. in den Bau einer neuen Erdgastankstelle in Salzwedel und in neue
Kanalnetze.
Auch die zum 1. Januar 2003
gegründete Altmark-Klinikum gGmbH kann in diesem Jahr mit weiteren Bundes- und
Landesmitteln rechnen. Mehr als 1,3 Mio. ¿ werden für den zweiten Bauabschnitt
der Bettenhäuser der Krankenhäuser Gardelegen und Salzwedel zur Verfügung
gestellt. Damit sind seit 1998 rund 36 Mio. ¿ für Investitionen am
Altmarkklinikum zur Verfügung gestellt worden. Darüber hinaus werden vom Land
in diesem Jahr mehr als 600.000 ¿ im Rahmen der Pauschalförderung an das Klinikum
fließen. Sie dienen zur Wiederbeschaffung von Geräten bzw. gehen in die
Umsetzung kleinerer Bauvorhaben.
Für die Kulturförderung im
Altmarkkreis Salzwedel wurden aus Landesmitteln im vergangen Jahr fast eine
Mio. ¿ zur Verfügung gestellt. Sie flossen z. B. in die Restaurierung eines
historischen Bauernhauses in Kuhfelde (knapp 10.800 ¿), in die Finanzierung des
Jugendkulturpojektes "local heroes" (23.500 ¿) oder wurden für die
12. Landesliteraturtage in Salzwedel zur Verfügung gestellt (42.000 ¿). Der
Aufenthalt von Künstlern aus Sachsen-Anhalt im Künstlerhaus Salzwedel wurde
durch die Vergabe von Landesstipendien (1.000 ¿ monatlich und Finanzierung der
Materialkosten) gefördert.
Das größte Fördervorhaben im
Kulturbereich ist im Kreis der theatergerechte Um- und Ausbau des Kulturhauses
Salzwedel in den Jahren 2003 bis 2005. Hierfür wurden im letzten Jahr 767.000 ¿
aus Landesmitteln zur Verfügung gestellt. Aus Bundesmitteln stehen für das
Vorhaben bis 2005 insgesamt knapp 1,3 Mio. ¿ zur Verfügung. Für die Sanierung
des zweiten Turmes der Schlosskirche Letzlingen stehen 2004 wie in den beiden
vorausgegangenen Jahren knapp 10.000 ¿ aus Landesmitteln bereit. Das
Jugendkulturprojekt "local heroes" kann in diesem Jahr mit 15.000 ¿
aus der Landeskasse rechnen.
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