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Fördermittel überreicht
Rehberger: Braunkohlesanierung geht auch in diesem Jahr planmäßig weiter

13.02.2004, Magdeburg – 20

  • Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 020/04

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und

Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 020/04

 

 

 

Magdeburg, den 13. Februar 2004

 

 

 

Fördermittel überreicht

Rehberger: Braunkohlesanierung geht auch in diesem Jahr planmäßig weiter

 

 

 

Die Arbeiten zur Sanierung der

ehemaligen Braunkohletagebaue in Sachsen-Anhalt gehen auch in diesem Jahr

planmäßig weiter. Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger hat heute der Lausitzer

und Mitteldeutsche Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV) entsprechende

Fördermittelbescheide überreicht. Für 2004 sind insgesamt 67,1 Millionen Euro

eingeplant. Die Gelder setzen sich zum Großteil aus Bundes- und Landesanteilen

zusammen. Der Anteil Sachsen-Anhalts macht 15,7 Millionen aus. ¿Die Sanierung

der vom Braunkohlebergbau geschundenen Landschaft kann damit ohne Verzögerung

weitergehen¿, sagte Rehberger bei der Übergabe der Bescheide an LMBV-Chef

Mahmut Kuyumcu.

 

 

 

Mit den Geldern können jetzt die Großprojekte wie

Geiseltal, Wulfersdorf, Goitsche, Amsdorf und Nachterstedt fortgesetzt werden.

Ebenso werden die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Wiederanstieg des

Grundwassers weiter geführt. Hierzu gehört beispielsweise die Stadtsicherung

Bitterfelds.

 

 

 

Die Wandlung der ehemaligen Tagebaue hin zu

Landschaften und Erholungsgebieten, teilweise sogar zu Kulturlandschaften sei

eine der größten Herausforderungen der ostdeutschen Länder nach der Wende. Dass

die Arbeiten so zügig und für alle sichtbar voran gingen, sei als

uneingeschränkter Erfolg zu bewerten, so der Wirtschaftsminister.

 

 

 

Aus den ca. 14.500 Hektar des stillgelegten

Braunkohlebergbaus in Sachsen-Anhalt sollen ca. 6.500 Hektar Wasserfläche

entstehen. Von den umgebenden Flächen wird mehr als die Hälfte für

Landwirtschaft, Forst sowie Erholung umgestaltet. Zudem werden ehemalige

Industriestandorte mit einer Fläche von etwa 400 Hektar für eine Gewerbenutzung

hergerichtet.

 

 

 

In Sachsen-Anhalt wurden bisher

Sanierungsleistungen von 1,3 Milliarden Euro erbracht, wovon 263 Millionen vom

Land stammen. Die Arbeiten sind zu 85 Prozent abgeschlossen. Mit der Flutung

der Tagebaurestlöcher hat der letzte große Abschnitt in der Braunkohlesanierung

begonnen. Damit ist Sachsen-Anhalt am weitesten von allen ostdeutschen

Bundesländern.

 

 

 

Die Braunkohlensanierung wird

durch Bund und Länder getragen. Für die Grundsanierung trägt der Bund 75

Prozent der Kosten, der Landesanteil beträgt 25 Prozent. Die Kosten für die

Arbeiten, die mit dem Wiederanstieg des Grundwassers zusammenhängen, tragen

Bund und Land je zur Hälfte.

 

 

 

Die Rekultivierung der ostdeutschen Braunkohlefolgelandschaften ist

europaweit das größte Umweltsanierungsvorhaben.

 

 

 

 

 

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