Kabinett beschließt Anmeldung von 132 Mio.
Euro für den Hochschulbau
27.01.2004, Magdeburg – 45
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 045/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 045/04
Magdeburg, den 27. Januar 2004
Kabinett beschließt Anmeldung von 132 Mio.
Euro für den Hochschulbau
Im Ergebnis der heutigen Kabinettssitzung kann die
Anmeldung zum 34. Rahmenplan Hochschulbau ins parlamentarische Verfahren
übergeben werden. Der Rahmenplan hat eine Laufzeit von 2005 bis 2008. Mit den
Rahmenplanbeschlüssen werden die Mittel des jeweils ersten Jahres festgelegt.
In diesem
Jahr wird die Anmeldung durch die derzeitige Umstrukturierung der
Hochschullandschaft und durch den ausstehenden Beschluss des 33. Rahmenplanes
beeinflusst. Einige der geplanten Neubaumaßnahmen wie das Technikum der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Verfahrenstechnik der
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und der Ausbau FH Merseburg stehen
unter dem Vorbehalt der Entscheidungen zur Hochschulstruktur und der im
Anschluss zu aktualisierenden Bauplanungen.
Ingesamt
werden durch den heutigen Kabinettsbeschluss für das Jahr 2005 Mittel in Höhe
von 132 Mio. ¿ angemeldet. Darüber hinaus stehen 2005 noch ca. 21 Mio. ¿ aus
dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung als Kofinanzierungsmittel zur
Verfügung. Neben den Hochschulbaumaßnahmen sind die Beschaffungen von
Großgeräten und Büchergrundbeständen sowie Planungsaufgaben nach dem
Hochschulbauförderungsgesetz förderfähig und Bestandteil des Rahmenplanes.
Kultusminister
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz unterstrich, dass es damit möglich werde, die
notwendige Steigerung der Leistungsfähigkeit der Hochschulen des Landes zu
sichern. Er erwarte, dass der Bund die Komplementärmittel in den nächsten
Jahren wieder unvermindert zur Verfügung stelle, so Olbertz.
Die 16%-ige
Kürzung des Bundesansatzes für das Jahr 2004 zwingt das Land zu einer Verringerung
der Gesamtsumme der mitfinanzierten Ausgaben von ca. 112 Mio. ¿ auf ca. 98 Mio. ¿. Minister Olbertz teilte mit, dass durch diese
Verfahrensvorgaben des Bundes neben den Ansätzen für Großgeräte und laufende Maßnahmen
auch der Korridor für neue Baumaßnahmen betroffen sein werde. Für diese neu zu
beginnenden Vorhaben folge eine Reduzierung von 9,7 Mio. ¿ auf 5,4 Mio. ¿.
Diese erzwungene Einsparung werde durch die zeitliche Verschiebung des geplanten
¿Technikums für angewandte Ingenieurwissenschaften¿ an der
Martin-Luther-Universität Halle um ein Jahr erbracht. Das Technikum wird im 34.
Rahmenplan als Neubeginn für das Jahr 2005 angemeldet.
Der
Kultusminister forderte vom Bund eine Wiederherstellung der Planungssicherheit.
Die Bundesregierung könne nicht eine Bildungsoffensive propagieren und
Eliteuniversitäten planen, während sie gleichzeitig die Mittel für den
Hochschulbau und die außeruniversitäre Forschung reduziere.
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