Staatsminister Robra: Initiative
Mitteldeutschland langfristiges strategisches Projekt/ Erste Erfolge in kurzer
Zeit
13.01.2004, Magdeburg – 19
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 019/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 019/04
Magdeburg, den 13. Januar 2004
Staatsminister Robra: Initiative
Mitteldeutschland langfristiges strategisches Projekt/ Erste Erfolge in kurzer
Zeit
Der Chef der Staatskanzlei,
Staatsminister Rainer Robra, hat in der heutigen Kabinettssitzung die Antwort
der Landesregierung auf die Große Anfrage der SPD-Landtagsfraktion zur
Initiative Mitteldeutschland vorgestellt. Die Initiative sei ein langfristig
angelegtes, strategisches Projekt, das über ein kurzfristig umsetzbares, bloßes
Arbeitsprogramm weit hinaus gehe. Seit ihrem Start im Sommer 2002 habe die
Initiative zur Intensivierung der politischen und administrativen
Zusammenarbeit zwischen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen beigetragen. Ein
Zeichen dafür sei auch die hervorragende Abstimmung zwischen diesen Ländern bei
der Beantwortung der Großen Anfrage, die die SPD gleichlautend auch in die anderen
Landesparlamente eingebracht hatte.
Robra unterstrich: ¿Neu und ein
Erfolg der Initiative Mitteldeutschland sind die regelmäßigen Treffen der
Ministerpräsidenten der mitteldeutschen Länder. Hier werden neue Richtungsbeschlüsse
gefasst und die Umsetzungsstände von Projekten geprüft.¿ So erfolge eine
Abstimmung der Landesregierungen in politischen Fragen mit dem Ziel, in für die
Entwicklung Ostdeutschlands wichtigen Schlüsselbereichen mit ¿einer Stimme¿ zu
sprechen und gemeinsame Interessen gemeinsam zu vertreten. Der Staatsminister
nannte beispielhaft die gemeinsame Initiative im Bundesrat zur Fortführung der
Investitionszulage nach 2004, die Zusammenarbeit bei Einzelprojekten für den
Bundesverkehrswegeplan und die Vertretung gemeinsamer Positionen gegenüber der
Bundesregierung hinsichtlich der Kostenbelastung durch die DDR-Zusatz- und
Sonderversicherungssysteme sowie beim Emissionsrechtehandel. Darüber hinaus
solle in diesem Jahr ein Luftverkehrskonzept für Mitteldeutschland vorgelegt
wie auch die Werbung für diverse Landesausstellungen aufeinander abgestimmt und
künftige Termine von Landesausstellungen miteinander koordiniert werden.
Darüber hinaus würden im Rahmen
der Initiative Mitteldeutschland Möglichkeiten für eine länderübergreifende
Zusammenarbeit der Landesverwaltungen und deren Realisierung ausgelotet. Der
Chef der Staatskanzlei betonte, dass es eine Vielzahl solcher Projekte gebe,
die teilweise sehr fachspezifisch seien und nicht immer im Mittelpunkt des
öffentlichen Interesses stünden. Konkret nannte er die Zusammenarbeit der Landesmarketinggesellschaften
der drei Länder im Kulturtourismus wie beispielsweise bei den Projekten ¿Wege
zu Luther¿, ¿Mitteldeutsche Barockmusik¿ sowie ¿Verknüpfung der
UNESCO-Welterbestätten¿. Aktuell habe das Kabinett heute drei
Verwaltungsvereinbarungen für eine Sicherheitspartnerschaft der
Justizvollzugsanstalten, für eine gemeinsame Nutzung des
Justizvollzugskrankenhauses in Leipzig sowie der sozialtherapeutischen
Abteilung für Frauen und der Mutter-Kind-Abteilung in sächsischen
Vollzugsanstalten verabschiedet. Auch solle in diesem Jahr ein Staatsvertrag zur
Bildung eines ¿Mitteldeutschen Verbundes Statistischer Landesämter¿
abgeschlossen und bei der Ausbildung im Bereich des Brand- und
Katastrophenschutzes stärker kooperiert werden. Ebenfalls in diesem Jahr solle
mit Sachsen eine Ländervereinbarung zur Fusion der Bergämter sowie zur
Zusammenführung der Labore der Landesanstalten für Landwirtschaft erarbeitet
werden.
Staatsminister Robra: ¿Die
Fülle der konkreten Projekte unterstreicht den Erfolg der Initiative
Mitteldeutschland in relativ kurzer Zeit. Wir werden sie auch künftig mit Leben
erfüllen, um die mitteldeutsche Region noch attraktiver zu gestalten.¿
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