Finanzminister Karl-Heinz Paqué:
?Vermittlungskompromiss ist ordentliches Ergebnis?
17.12.2003, Magdeburg – 75
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 075/03
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 075/03
Magdeburg, den 15. Dezember 2003
Finanzminister Karl-Heinz Paqué:
¿Vermittlungskompromiss ist ordentliches Ergebnis¿
Sachsen-Anhalts Finanzminister Karl-Heinz
Paqué bezeichnet den in der Nacht zu heute im Vermittlungsausschuss zu Stande
gekommenen Kompromiss zum Vorziehen der Steuerreform als ein ¿ordentliches
Ergebnis¿. Die Bürger würden durch das Vorziehen der dritten Stufe und durch
das Greifen der zweiten Stufe der Steuerreform ab kommendem Jahr spürbar entlastet.
¿Die Bundesregierung hat sich deutlich
bewegt¿, sagte Paqué weiter. ¿Das entschiedene Verhandeln von FDP und CDU hat
Früchte getragen.¿ Durch die nun
vorgesehenen Privatisierungen werde ein Ausufern der Nettoneuverschuldung des
Bundes verhindert und somit weiterer Schaden vom stabilitätspolitischen Ruf
Deutschlands abgewendet.
Die Kommunen profitierten ebenfalls von dem
Vermittlungsergebnis. Die Senkung der Gewerbesteuerumlage brächte ihnen eine
dringend erforderliche Entlastung.
Auch in Fragen der Liberalisierung des
Arbeitsmarktes sieht Paqué Fortschritte. Dass die Regelungen des
Kündigungsschutzes bei Neueinstellungen in Betrieben mit weniger als zehn
Mitarbeitern künftig keine Anwendung finden, dürfte sich gerade in den mittel-
und ostdeutschen Ländern positiv bemerkbar machen, da hier die klein- und
mittelständischen Unternehmen im Durchschnitt weniger Mitarbeiter hätten als in
den alten Bundesländern. Die bisherige Grenze lag bei fünf Beschäftigten.
Die Zusicherung der Bundesregierung, eine
gesetzliche Regelung zu erarbeiten für den Fall, die Tarifparteien einigten
sich 2004 nicht freiwillig auf betriebliche Regelungen hinsichtlich der
Tarifautonomie, sei ebenfalls ein Erfolg. ¿Damit wird Druck auf die Tarifparteien
in Richtung von mehr Flexibilität auf Betriebsebene ausgeübt¿, so Paqué.
Der Kompromiss belaste den Landeshaushalt
erheblich weniger als es die ursprünglichen Pläne der Bundesregierung bedeutet hätten, sagte Paqué weiter. Dies
sei auch Ergebnis der zusätzlichen Privatisierungen von Bundesbeteiligungen,
deren Erlös den Ländern anteilig zugute kommen solle. Paqué: ¿Natürlich haben
wir noch keine sauber durchgerechneten Zahlen. Aber es zeichnet sich ab, dass
das Vorziehen der Steuerreform und die Entlastung der Kommunen durch Senkung
der Gewerbesteuerumlage den Landeshaushalt im kommenden Jahr um einen
zweistelligen Millionenbetrag belastet.¿ Wie mit den Ausfällen verfahren werde,
könne erst entschieden werden, wenn gesicherte Zahlen vorlägen.
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