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Konferenz der Paneuropa-Union in Wernigerode/
Ministerpräsident Böhmer: Intensive Kontakte zu den neuen Mitgliedsländern in
Osteuropa

21.11.2003, Magdeburg – 578

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 578/03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 578/03

 

 

 

Magdeburg, den 21. November 2003

 

 

 

Konferenz der Paneuropa-Union in Wernigerode/

Ministerpräsident Böhmer: Intensive Kontakte zu den neuen Mitgliedsländern in

Osteuropa

 

Auf einer Konferenz der Paneuropa-Union in Wernigerode würdigte Ministerpräsident

Prof. Dr. Wolfgang Böhmer die Unterstützung der Europäischen Union für den

Aufbau in Sachsen-Anhalt. Die Fördermittel der EU hätten seit 1991 ganz

entscheidend zur wirtschaftlichen Entwicklung Sachsen-Anhalts beigetragen.

 

Die Erweiterung der EU um zehn neue Mitgliedstaaten zum 1. Mai 2004

sei, so Böhmer, eine politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle

Notwendigkeit. Sie biete die Chance, Frieden, Freiheit, Demokratie und

Wohlstand in Europa langfristig zu sichern. Gerade die Aufnahme osteuropäischer

Staaten in die EU stelle die Vollendung eines Einigungsprozesses dar, der mit

den Bewegungen für Freiheit und Demokratie im Sommer 1989 begonnen habe.

 

Sachsen-Anhalt sei dabei, seine Kontakte mit den neuen Mitgliedsländern

in Osteuropa zu intensivieren, betonte der Ministerpräsident. So zählten Polen

und Tschechien bereits zu den fünf wichtigsten Außenhandelspartnern

Sachsen-Anhalts. Grundpfeiler der Zusammenarbeit seien z. B. das von Sachsen-Anhalt

initiierte "Netzwerk der europäischen Chemieregionen", die im Oktober

2003 geschlossene Regionalpartnerschaft des Landes mit der polnischen

Wojewodschaft Masowien oder Einrichtungen wie das Kontaktbüro des Landes in

Tallinn.

 

Böhmer forderte eine Perspektive für die neuen Länder in der

EU-Strukturförderung nach 2006. Durch die Aufnahme neuer Mitgliedsländer sinke

das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt der EU. Durch diesen statistischen Effekt

würden die neuen Bundesländer den Status eines Ziel-1-Fördergebietes der am

meisten bedürftigen Regionen verlieren. Für die betroffenen Regionen müsse eine

akzeptable Lösung gefunden werden, damit sie nicht zu Verlierern des

Erweiterungsprozesses würden.

 

Der Regierungschef dankte der Paneuropa-Union für ihr jahrzehntelanges

Wirken für Frieden und Ausgleich in Europa. Die Paneuropa-Union wurde unter dem

Eindruck des Ersten Weltkrieges 1923 gegründet. Sie ist als überparteiliche

Organisation in fast allen Ländern Europas vertreten und wirkt für einen

Zusammenschluss der Völker Europas als Alternative zu Krieg und Zersplitterung.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

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39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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