Wernicke: Landwirte müssen mit eigenen Mitteln Futterknappheit vorbeugen/EU-Kommission lehnt eine Futternutzung stillgelegter Flächen im Jahr 2004 ab
21.10.2003, Magdeburg – 220
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 220/03
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Pressemitteilung Nr.: 220/03
Magdeburg, den 20. Oktober 2003
Wernicke: Landwirte müssen mit eigenen Mitteln Futterknappheit vorbeugen/EU-Kommission lehnt eine Futternutzung stillgelegter Flächen im Jahr 2004 ab
Die EU-Kommission hat eine Nutzung stillgelegter Flächen für die Futtergewinnung im Jahr 2004 abgelehnt. Zur Begründung wies die EU darauf hin, dass die betroffenen Betriebe derzeit durchaus noch in der Lage wären, ihre Anbauplanung auf die knappe Futtersituation einzurichten und Futter auf Böden außerhalb stillgelegter Flächen anzubauen.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat auf Initiative des Landes Baden-Württemberg, der sich auch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt angeschlossen hat, versucht, bei der EU-Kommission bereits jetzt eine Ausnahmeregelung zur Futternutzung stillgelegter Flächen im Jahr 2004 zu erreichen.
Begründet wurde dies mit Versorgungsengpässen vieler landwirtschaftlicher Betriebe bei der Futterbereitstellung für ihre Tierbestände durch die Trockenheit des Jahres 2003 in Deutschland. Die angespannte Witterungssituation hat dazu geführt, dass durch fehlenden Aufwuchs beim Frischfutter bereits die Wintervorräte angegriffen werden mussten und Futterengpässe im zeitigen Frühjahr 2004 zu befürchten sind.
Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke: "Den Bauern bleibt nach jetziger Einschätzung nichts weiter übrig, als mit eigenen Mitteln Futterknappheit vorzubeugen."
Die EU-Kommission hat ihre Ablehnung auch damit begründet, dass die Sinnhaftigkeit des Marktordnungsinstruments Flächenstilllegung in Frage gestellt würde, wenn bereits jetzt die Nutzung von Stilllegungsflächen für die Fütterung freigeben würde.
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