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Verkehrsfreigabe für Wasserstraßenkreuz
Magdeburg/ Ministerpräsident Böhmer: Jahrhundertbauwerk fördert
Binnenschifffahrt und Entwicklung der Region

10.10.2003, Magdeburg – 487

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 487/03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 487/03

 

 

 

Magdeburg, den 10. Oktober 2003

 

 

 

Verkehrsfreigabe für Wasserstraßenkreuz

Magdeburg/ Ministerpräsident Böhmer: Jahrhundertbauwerk fördert

Binnenschifffahrt und Entwicklung der Region

 

In Anwesenheit von Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe und

Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer wurde heute das Wasserstraßenkreuz

Magdeburg seiner Bestimmung übergeben. Es ist eines der zentralen Vorhaben der

Verkehrsprojekte Deutsche Einheit.

 

Das Wasserstraßenkreuz, so Böhmer in seiner Rede zur Eröffnung, sei ein

Jahrhundertbauwerk und eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Es entlaste

nicht nur die Binnenschifffahrt ganz wesentlich, sondern habe auch positive

Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Insbesondere die

Magdeburger Häfen würden von der neuen Verbindung zwischen Elbe-Havel-Kanal und

Mittellandkanal profitieren. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an den Bau des

neuen Hansehafens bis 2008.

 

In einer Zeit stetig steigenden Verkehrsaufkommens und einer Zunahme

des LKW-Verkehrs auf den Autobahnen sei der Transport von Gütern auf den

Wasserstraßen unter ökologischen wie ökonomischen Aspekten eine vernünftige

Alternative, betonte der Ministerpräsident. Ein modernes Binnenschiff könne

heute die Ladungen von bis zu 70 LKW aufnehmen. Dazu sei jedoch die

entsprechende Infrastruktur notwendig. Mit dem Ausbau des Wasserstraßenkreuzes

sei hierfür eine wesentliche Voraussetzung geschaffen worden. Böhmer betonte

jedoch, dass die Binnenschifffahrt nur dann eine Alternative zu anderen

Verkehrsträgern sein könne, wenn auch andere Wasserstraßen nicht vernachlässigt

würden. Die Fortführung von Unterhaltungs- und Ausbaumaßnahmen an Elbe und

Saale sei daher unverzichtbar.

 

Mit dem Bau des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg wurde eine direkte

Verbindung von Elbe-Havel-Kanal und Mittellandkanal geschaffen. Hierzu wurde

eine insgesamt 918 m lange Brücke über die Elbe gebaut, sowie neue

Schleusenanlagen in Hohenwarthe und Rothensee. Die Kanalbrücke ist die längste

in Europa. Schiffe mit einer Länge von bis zu 115 m und Schubverbände bis zu

185 m können auf ihr die Elbe überqueren und so die Fahrtstrecke um ca. 12 km

verkürzen. Bereits 1934 war mit dem Bau einer Kanalbrücke über die Elbe

begonnen worden. Die Arbeiten mussten 1942 kriegsbedingt eingestellt werden.

Der Bau des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg als Teil der Verkehrsprojekte

Deutsche Einheit begann ab 1996. Insgesamt wurden rund 500 Mio. ¿ investiert.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

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39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

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