Umweltministerin Wernicke: Altlastensanierung
im Burgenlandkreis kommt voran
23.09.2003, Magdeburg – 436
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 436/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 436/03
Magdeburg, den 23. September 2003
Umweltministerin Wernicke: Altlastensanierung
im Burgenlandkreis kommt voran
Die Beseitigung von DDR-Industriebrachen im
Burgenlandkreis kommt voran. Mehr als acht Millionen Euro wurden bislang
aufgewendet, um verseuchte Flächen zu reinigen. ¿Damit leisten wir einen
aktiven Beitrag zur Beseitigung von Investitionshemmnissen¿, erklärte Umweltministerin Petra Wernicke am heutigen
Dienstag in der auswärtigen Kabinettssitzung in Zeitz.
Insgesamt laufen derzeit Sanierungsarbeiten an zehn
Standorten. Zu den größten Projekten zählen das ehemalige Hydrierwerk Zeitz,
der ausgediente Gaswerkstandort Naumburg sowie die ehemalige Lackfabrik ¿Hugo
Lenssen¿. Allein für die Altlastenbeseitigung im ausgedienten Hydrierwerk
wurden bislang mehr als vier Millionen Euro aufgewendet. Ebenso durch eine
Landesgesellschaft unterstützt werden Abrissarbeiten auf dem Gelände der
Landesgartenschau 2004 in Zeitz. Dort wird die ehemalige Brauerei abgetragen,
um Platz für einen Auto-Großparkplatz für Besucher der Landesgartenschau zu
schaffen.
Wernicke betonte: ¿Altlastensanierung bereitet im
wahrsten Sinne des Wortes den Boden, damit sich neue Investoren ansiedeln.
Altlastensanierung ist damit aktive Wirtschaftsförderung.¿ Landesweit fließen
in diesem Jahr rund 70 Millionen Euro in die Sanierung von Industriebrachen.
Schwerpunkte sind neben dem Burgenlandkreis die Region Bitterfeld/Wolfen,
Leuna, das Industriegebiet Magdeburg-Rothensee und die Altmark.
Seit 1992 ist landesweit für die Altlastensanierung
im Rahmen der Altlastenfreistellung eine Summe von 417 Millionen Euro
aufgewendet worden. Die Finanzierung erfolgt aus einem Sondervermögenstopf, in
den Bund und Land einzahlen.
Zu Projekten
im Burgenlandkreis:
Hydrierwerk
Dort wurden über mehr als 100 Jahre aus Braunkohle
Treib- und Schmierstoffe hergestellt. Erdreich und Grundwasser in dem Gebiet wurden
geschädigt, weil wiederholt großflächig Stoffe unkontrolliert in den Boden
eindrangen. Nachdem alte Gebäude weitgehend abgetragen wurden, laufen derzeit
vor allem Bodenreinigungsarbeiten. Insbesondere die Aufbereitung des
Grundwassers wird nach Expertenmeinung noch mehrere Jahre dauern.
Für eine Ansiedlung auf dem Werksgelände gibt es
das konkrete Interesse einer Papierfabrik. Rund 75 Arbeitsplätze werden in
Aussicht gestellt. Eine definitive Standortentscheidung des Investors ist
jedoch noch nicht gefallen.
Lackfabrik ¿Hugo Lenssen¿
Die Lackfabrik mit einer Fläche von rund 17.000 Quadratmetern
befindet sich inmitten eines Wohngebietes. Seit 1906 wurden hier Lacke und Anstrichstoffe
sowie dazugehörige Hilfsstoffe entwickelt, hergestellt und vertrieben. Im
Zweiten Weltkrieg wurde das Werk stark zerstört. Das Gelände gilt bis in eine
Tiefe von sieben Metern als mit Chemikalien belastet.
Nach Abschluss von Sanierung und Rückbau im
kommenden Jahr sollen auf dem Gelände unter anderem Behindertenwerkstätten neu
entstehen.
Ehemalige Brauerei Zeitz
Das rund 1,8 Hektar umfassende ehemalige Brauerei-Gelände
liegt im Kerngebiet der Landesgartenschau. Mit dem Abriss der völlig desolaten
Gebäude soll in Kürze begonnen werden, so dass das Gelände pünktlich zum Start
der Landesgartenausstellung im April kommenden Jahres als Auto-Parkplatz
hergerichtet ist.
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