Literaturnobelpreisträger Kertész kommt zum
Tag der Deutschen Einheit nach Magdeburg
19.09.2003, Magdeburg – 400
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 400/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 400/03
Magdeburg, den 19. September 2003
Literaturnobelpreisträger Kertész kommt zum
Tag der Deutschen Einheit nach Magdeburg
Der ungarische
Literaturnobelpreisträger Imre Kertész wird an den Feierlichkeiten zum Tag der
Deutschen Einheit am 3. Oktober 2003 in Magdeburg teilnehmen. Er wird neben
Bundesratspräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und Bundeskanzler Gerhard
Schröder auf dem Festakt (12.30 bis 13.30 Uhr) in der Magdeburger Stadthalle sprechen.
Imre Kertész wurde am 9.
November 1929 in Budapest geboren. Im Juli 1944 wurde er nach Auschwitz
deportiert und im April 1945 aus dem KZ Buchenwald befreit. Nach dem Abitur
1948 arbeitete er als Journalist bei der Tageszeitung Világosság . Nachdem diese zum Parteiorgan
der Kommunisten erklärt wurde, entließ man Kertész. Seit 1953 lebt er als
freier Schriftsteller in Budapest.
1960 begann Kertész mit der Arbeit an dem
Roman Sorstalanság (Mensch ohne
Schicksal). Nach jahrelangen erfolglosen Versuchen konnte das Werk erst 1975 in
Ungarn veröffentlicht werden. Kertész verdiente sich derweil seinen
Lebensunterhalt als Übersetzer. Er übersetzte u. a. Werke von Friedrich
Nietzsche, Sigmund Freud, Elias Canetti und Joseph Roth ins Ungarische.
Internationalen Durchbruch erzielte Kertész nach der deutschen Neuübersetzung
von Sorstalanság 1995 ( Roman eines Schicksallosen ). 2002 erhielt
er den Literaturnobelpreis "für ein schriftstellerisches Werk, das die
zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der
Geschichte behauptet".
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Domplatz 4
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail:
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de






