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Ministerpräsident Böhmer beim Halleschen
Mediengespräch: ?Medienanstalten tragen hohe Verantwortung für die inhaltliche
Qualität der Medienangebote?

27.08.2003, Magdeburg – 390

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 390/03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 390/03

 

 

 

Magdeburg, den 27. August 2003

 

 

 

 

 

Ministerpräsident Böhmer beim Halleschen

Mediengespräch: ¿Medienanstalten tragen hohe Verantwortung für die inhaltliche

Qualität der Medienangebote¿

 

Ministerpräsident Prof. Dr.

Wolfgang Böhmer hat heute beim Halleschen Mediengespräch die Arbeit der

Medienanstalt Sachsen-Anhalt gewürdigt. In den zwölf Jahren ihres Bestehens

habe sie wesentlich zur positiven Entwicklung der Medienlandschaft in

Sachsen-Anhalt beigetragen. Den Versammlungsmitgliedern der Medienanstalt

dankte der Regierungschef für ihre ehrenamtliche Tätigkeit, die mit hoher

Verantwortung für die inhaltliche Qualität der Medienangebote verbunden sei.

 

Der Regierungschef forderte die

Medienanstalt Sachsen-Anhalt und die Medienanstalten in Deutschland auf,

stärker als öffentliches Forum zu wirken und sich in Programmfragen noch

intensiver einzumischen. Aspekte des Jugendschutzes seien dabei nur eine von

vielen zunehmend wichtiger werdenden Fragen. Die Reaktionen der Bevölkerung auf

die Ereignisse von Erfurt im April 2002 hätten gezeigt, dass die Menschen sich

mit der Qualität der Medien viel genauer und sensibler beschäftigten als

vielfach angenommen. Die Medienanstalten stünden somit keineswegs allein vor

ihren schwierigen Aufgaben, sondern hätten den Rückhalt in der Bevölkerung, so

der Regierungschef.

 

Zur Gebührendiskussion beim

öffentlich-rechtlichen Rundfunk betonte Böhmer, dass dieser Anspruch auf eine

angemessene Finanzierung habe. Eine "Nullrunde" bei der

Rundfunkgebühr könne niemand ohne fachliche Prüfung der Kommission zur

Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) politisch verordnen.

Mit einer künstlichen Verknappung der Finanzmittel für ARD und ZDF sei niemandem

gedient. Die Programmqualität dürfe nicht in Gefahr geraten. Allerdings müssten

die Rundfunkanstalten auf die wirtschaftliche Großwetterlage achten. Wer neue

kostspielige Projekte wolle, müsse anderswo zurückstecken. Bei der jetzt schon

vorhandenen Programmfülle sei kein Spielraum mehr nach oben. Daher müsse

gelten: "Klasse ist wichtiger als Masse".

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Domplatz 4

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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