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Kabinett beschließt Umsetzungsstrategie zur
Biotechnologieoffensive /Minister Rehberger: Mit Aktionsplan soll
Sachsen-Anhalt zum führenden Biotechnologiestandort ausgebaut werden

12.08.2003, Magdeburg – 370

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 370/03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 370/03

 

 

 

Magdeburg, den 12. August 2003

 

 

 

 

 

Kabinett beschließt Umsetzungsstrategie zur

Biotechnologieoffensive /Minister Rehberger: Mit Aktionsplan soll

Sachsen-Anhalt zum führenden Biotechnologiestandort ausgebaut werden

 

Die

Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat heute eine Umsetzungsstrategie zur

Biotechnologieoffensive beschlossen. Damit liegt ein Aktionsplan vor, wie im

Einzelnen der Innovationsschwerpunkt Biotechnologie unterstützt werden soll.

Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger: ¿Die Biotechnologie ist für

Sachsen-Anhalt ein herausragendes Innovationsfeld. In kaum einem anderen

Zukunfts-Bereich verfügen wir über ein derartiges Potenzial und können uns

damit auch von anderen deutschen und europäischen Standorten abheben. Mit der

Umsetzungsstrategie ergreifen wir die Chance, Sachsen-Anhalt in den kommenden

Jahren zu einem führenden, weltweit anerkannten Biotechnologiestandort

auszubauen.¿ Ziel sei es, Wertschöpfungsketten zu schließen und vor allem auch

Produktion am Standort Sachsen-Anhalt zu realisieren. Damit sei

Wirtschaftswachstum und auch die Schaffung neuer, hochwertiger Arbeitsplätze

verbunden. Letztlich müsse es gelingen, die Biotechnologie zu einer sich selbst

tragenden Wachstumsbranche auszubauen, so der Minister. Hervorzuheben sei, so

Rehberger, dass es in Sachen Biotechnologie einen breiten Konsens innerhalb der

Landesregierung gebe. Wirtschafts-, Umwelt- und Kultusministerium zögen an

einem Strang. Ebenso sei die Wirtschaft in die Erarbeitung des Konzeptes mit

einbezogen gewesen. Derzeit werde auch im Landtag an einem Beschluss

gearbeitet, in dem sich das Parlament zu den Chancen der Biotechnologie bekennt

und zum Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, ergänzte Rehberger.

 

Mit der

Umsetzungsstrategie sollen sowohl die Pflanzenbiotechnologie (grüne

Biotechnologie) als auch die pharmazeutische Industrie, Neuro- und rote

Biotechnologie (Arzneiwirkstoffe) unterstützt werden.

 

Dafür

ist vorgesehen:

 

die

Finanzierungsmöglichkeiten anzupassen,

 

die

rechtlichen Rahmenbedingungen fortzuentwickeln,

 

die

Wissenschaftslandschaft in Richtung Biotechnologie zu entwickeln

 

das

Standortmarketing einzubinden,

 

die

BIO-Mitteldeutschland GmbH als die Gesellschaft zur Unterstützung der

Entwicklung der Biotechnologie in Mitteldeutschland zu stärken.

 

Bislang

ehrgeizigstes Projekt ist der Bau des geplanten Bioparks in Gatersleben. Der 35

Millionen Euro teure Gewerbepark soll beste Bedingungen für neue Firmen und für

Ausgründungen im Bereich der Pflanzenbiotechnologie bieten. Es ist ein Areal

mit Laborgebäuden, Gewächshäusern und Anbauflächen vorgesehen. Baustart ist

kommendes Frühjahr. Gleichzeitig kündigte Rehberger an, sich noch stärker für

rechtlich sichere Rahmenbedingungen für Biotechnologieunternehmen einzusetzen.

Die Bundesratsinitiative zur Umsetzung der Freisetzungsrichtlinie der EU in

deutsches Recht sei hier ein Anfang. ¿Wir brauchen Rahmenbedingungen, die

verbindlich für die kommenden Jahre sind und sowohl für den Verbraucher

Transparenz bieten als auch Forschung und wirtschaftliche Nutzung in Bezug auf

die Biotechnologie weiter möglich machen. Ideologie ist hier fehl am Platz¿,

betonte der Minister.

 

Anlage:

Die Aktionen im Einzelnen

 

 

 

 

Zusammenfassende

Übersicht aller Aktionen

 

 

 

 

Maßnahme

 

 

 

 

Pharmazeutische Industrie und

Biotechnologie

 

 

 

 

Der Aufbau von Wertschöpfungsketten durch

Ansiedlung, Ausgründung aus Hochschulen und Kooperation von und mit

Unternehmen der Biotechnologie in Sachsen-Anhalt wird unterstützt. Eine

solche Wertschöpfungskette umfasst im Bereich der Roten Biotechnologie

beispielhaft (a) FuE in Start-Ups, (b) Produktion klinischer Prüfmuster, (c)

Durchführung klinischer Prüfung, (d) kommerzielle Produktion. Ziel dabei ist

es, eine möglichst weitgehende Standortentwicklung zu erreichen und die

Wertschöpfungskette soweit als möglich in Sachsen-Anhalt bzw.

Mitteldeutschland zu belassen.

 

 

 

 

Die Beratung von Unternehmen, die

miteinander fusionieren wollen, wird durch das Land finanziell unterstützt.

 

 

 

 

Die regionalen Wachstumskerne ¿PharmaMD¿

(Magdeburg) und ¿rekombinante Proteine¿ (Halle), deren Unterstützung durch

das BMBF Ende 2003 ausläuft, werden, soweit dies zu Synergieeffekten führt,

unter Einbeziehung des InnoRegio-Projektes InnoMed weiter entwickelt und auch

finanziell unterstützt.

 

 

 

 

Die

Landesregierung wird in der Strukturdiskussion zur Weiterentwicklung der

Hochschullandschaft die angestrebte Fokussierung auf die Biotechnologie als

einen wichtigen Schwerpunkt in der Hochschul- und Wissenschaftslandschaft des

Landes mit den Universitäten und Fachhochschulen beraten.

 

 

 

 

Planzenbiotechnologie

 

 

 

 

Bau eines Bioparks in Gatersleben zur Ansiedlung von Firmen mit einem maximalen Finanzvolumen von 35 Mio. ¿ und einer

Förderung in Höhe von maximal 90%.

 

 

 

 

Weiterentwicklung und finanzielle

Unterstützung des InnoRegio-Projektes ¿InnoPlanta¿ (Anschlussfinanzierung)

und der Zusammenführung mit ¿Rephyna¿.

 

 

 

 

Herstellen von engeren Kontakten und wenn

möglich Forschungs- und Entwicklungskooperationen zwischen

Phytopharmakaherstellern, Züchtern und Biotechnologie-Unternehmen.

 

 

 

 

Kontaktherstellung

zu geeigneten internationalen Partnerregionen (z.B. für den Bereich der

Pflanzenbiotechnologie Wageningen in den Niederlanden, Monterrey in den USA),

um eine internationale Partnerschaft mit geeigneten Kandidaten aufzubauen.

 

 

 

 

Maßnahmen

zur Stärkung der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Start-Ups und den

Verwertern, d.h. insbesondere den Mitgliedern der Lebensmittelkette, in Form

eines Gesprächskreises unter Einbeziehung der Dialogrunde

¿Ernährungswirtschaft¿.

 

 

 

 

Zusammenarbeit der BIO-Mitteldeutschland

GmbH (BMD) mit der Koordinierungsstelle Nachwachsende Rohstoffe (KoNaRo) in Abstimmung mit dem MLU, um u.a. die Potenziale der

Gentechnik für die Entwicklung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu

identifizieren.

 

 

 

 

Förderpolitik

 

 

 

 

Die Förderrichtlinien werden in

Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern weiter entwickelt, um Kooperationen

zwischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen über Ländergrenzen hinweg zu

vereinfachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei

des Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Domplatz 4

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Hegelstraße 42

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Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de