Regionalkommissar Michel Barnier sichert den
ostdeutschen Ländern Strukturfondsförderung nach 2006 zu
03.07.2003, Magdeburg – 334
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 334/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 334/03
Magdeburg, den 3. Juli 2003
Regionalkommissar Michel Barnier sichert den
ostdeutschen Ländern Strukturfondsförderung nach 2006 zu
In der gestrigen Plenardebatte des
Ausschusses der Regionen sicherte der für Regionalpolitik in der Europäischen
Kommission zuständige Kommissar, Michel Barnier, insbesondere den ostdeutschen
Ländern Strukturfondsmittel auch nach 2006 zu. ¿Für die vom statistischen
Effekt betroffenen Gebiete muss eine angemessene und gerechte Lösung für die
nächste Förderperiode gefunden werden¿ sagte Barnier vor über 300
Regionalvertretern aus den heutigen und künftigen EU Staaten.
Er reagierte damit auf die Annahme der von Staatssekretär Dr. Michael Schneider
vorgestellten Stellungnahme des Ausschusses zum 2. Zwischenbericht über den wirtschaftlichen
und sozialen Zusammenhalt. Darin sind die grundlegenden Vorstellungen des
Ausschusses zur künftigen Ausgestaltung der Strukturpolitik zusammengefasst.
¿Der Ausschuss der Regionen hat in diesen
Tagen bewiesen, dass er als erste
europäische Institution ein umfassendes Konzept für die künftige Ausgestaltung
der Strukturpolitik auf den Weg gebracht hat,¿ sagte Staatssekretär Schneider
anlässlich der Annahme des Berichtes.
Dieses werde auch von EU-Kommissar Barnier geteilt.
Im Bericht des Ausschusses wird konkret
gefordert, dass die Ziel 1 Förderung nach der EU-Osterweiterung 2006 neben den Regionen, die ein Bruttoinlandsprodukt
(BIP) pro Einwohner von bis zu 75 % des EU-Durchschnitts (EU-25) aufweisen,
auch die vom so genannten statistischen Effekt betroffen Gebiete umfasst.
Dies sind nach Angaben der Europäischen
Kommission derzeit 18 Regionen, in denen ca. 21 Einwohner leben. Davon
entfallen derzeit elf Millionen Einwohner auf die neuen Länder.
Staatssekretär
Schneider forderte in der Aussprache im AdR Plenum auch, dass künftig Regional-
und Beihilfenpolitik der EU besser aufeinander abgestimmt werden müssen
Hintergrund:
Derzeit erhalten die ostdeutschen Länder
insgesamt rund 20 Mrd. Euro im Förderzeitraum von 2000-2006 aus den
Europäischen Strukturfonds, Sachsen-Anhalt davon knapp vier Mrd. Euro. Sie
erhalten diese Mittel, weil ihr regionales BIP/Kopf unterhalb von 75 % des
Gemeinschaftsdurchschnitt liegt.
Durch die Erweiterung der Europäischen Union
und dem damit verbundenen Absenken des EU Durchschnittes drohen die
ostdeutschen Länder (bis auf die Regierungsbezirke Dessau und Chemnitz) ihren
Förderstatus aus rein ¿statistischen Gründen¿ zu verlieren.
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