Kabinett stimmt Gesetzentwurf zur Einrichtung
eines Kultursenates zu
16.06.2003, Magdeburg – 294
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 294/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 294/03
Magdeburg, den 16. Juni 2003
Kabinett stimmt Gesetzentwurf zur Einrichtung
eines Kultursenates zu
Die
Landesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettssitzung dem von Kultusminister
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz vorgestellten Gesetzentwurf zur Errichtung eines
Kultursenates des Landes Sachsen-Anhalt zugestimmt und diesen zur Anhörung
freigegeben. Der zu bildende Kultursenat wird die Landesregierung bei
grundsätzlichen kulturpolitischen Fragen und Themen beraten und entsprechende
Empfehlungen abgeben. Einbezogen sind auch Aussagen über die strategische
Ausrichtung der Förderpolitik des Landes im Kulturbereich.
Olbertz:
¿Über die Pflege der Vielfalt der kulturellen Möglichkeiten, Projekte und
Angebote in Sachsen-Anhalt hinaus muss sich der kulturelle Diskurs im Land auch
einen übergreifenden Anspruch geben.¿
Dem
ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden Kultursenat sollen 10 namhafte
Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur angehören, die der kulturellen Landschaft
Sachsen-Anhalts verbunden sind. ¿Man
muss den Kultursenat als weltläufiges Gremium unabhängiger Größen des
deutschen und internationalen Kulturlebens betrachten, wenn dadurch neue Ideen
und Perspektiven für die kulturelle Identität und Programmatik unseres Landes
erwachsen sollen. Wichtig ist dabei eine gesunde Mischung aus Vertretern des
kulturellen Erbes wie der zeitgenössischen Kultur- und Kunstszene¿, unterstrich
Olbertz. Die Amtszeit der Gründungsmitglieder beträgt drei bzw. vier Jahre,
damit eine kontinuierliche Weiterarbeit des Gremiums gesichert ist. ¿Mir
schwebt ein kleines prominentes Gremium aus bekannten Namen vor, die als
Multiplikatoren Botschafter des Kulturlandes Sachsen-Anhalt sein können¿, so
der Kultusminister. Der Kultursenat soll zweimal im Jahr tagen und wird durch
einen Präsidenten geleitet. Die Mitglieder werden im Einvernehmen zwischen dem
Kultusministerium und dem Ausschuss für Kultur und Medien des Landtages vorgeschlagen.
Kultusminister
Olbertz betonte nach der Sitzung, dass er sich von der Arbeit eines
Kultursenates verspreche, die vielfältige Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts noch
differenzierter zu entwickeln und neue Aktivitäten im Land zu fördern.
Mit dem
Kultursenat werde ein Gremium geschaffen, das der Bedeutung der
Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts angemessen ist und seine Arbeit nicht hinter verschlossenen Türen verrichtet, so Olbertz.
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