Finanzminister Karl-Heinz Paqué:
Sachsen-Anhalts Sparkassen müssen für die Zukunft gestärkt werden /
Novellierung des Sparkassengesetzes soll zu Fusionen anregen
11.06.2003, Magdeburg – 29
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 029/03
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 029/03
Magdeburg, den 11. Juni 2003
Finanzminister Karl-Heinz Paqué:
Sachsen-Anhalts Sparkassen müssen für die Zukunft gestärkt werden /
Novellierung des Sparkassengesetzes soll zu Fusionen anregen
Um Sachsen-Anhalts Sparkassen besser
auf den härter werdenden Wettbewerb vorzubereiten, will Finanzminister
Karl-Heinz Paqué Anreize schaffen, die Fusionen zwischen den
öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten attraktiver machen. Dies werde einer
der Kernpunkte einer entsprechenden Novellierung des Sparkassengesetzes sein,
sagte er heute auf dem Treffen der Arbeitsgemeinschaften der Sparkassen in
Sachsen-Anhalt. Ein Anreiz könne die Bildung von Regionalbeiräten bzw.
Regionalstiftungen sein, mit denen die regionale Identität gewahrt werden
könne. Er lege bei Zusammenschlüssen jedoch Wert auf das Prinzip der
Freiwilligkeit, betonte er.
Weitere Bestandteile der Novelle werden
die Möglichkeit der Bildung und Übertragung von Stammkapital und die
Möglichkeit der Gründung einer ¿Kommunalen Sparkassengesellschaft¿ sein. In
diese Gesellschaft könnten Stammkapitalanteile der Sparkassen eingebracht
werden.
Mittelfristig mache es Sinn, die Zahl der Sparkassen im Land von
derzeit 23 auf fünf bis sechs Regionalsparkassen zurückzuführen. Paqué weiter:
¿Wir können eine solche Konzentration ohne Zwang aber nur mit Hilfe ökonomischer
Anreize erreichen. Auch künftig sollen Sparkassen durch die Entscheidung ihrer
Träger zu Zwecksverbandssparkassen zusammengeführt werden können.¿
Paqué kündigte für den August einen Sparkassenkongress unter Beteiligung
des OSGV (Ostdeutscher Sparkassen- und Giroverband) an. Im Herbst werde das
Gesetzgebungsverfahren für die Novellierung beginnen.
Zur notwendigen Neugestaltung der öffentlich-rechtlichen
Kreditwirtschaft gehöre auch die Gründung der Investitionsbank, betonte der
Minister. Sie werde eine bessere Nutzung der begrenzten Ressourcen des Landes ermöglichen.
Im Gegensatz zum Landesförderinstitut (LFI) sei die Investitionsbank in der
Lage, auf eigene Rechnung am Kapitalmarkt Mittel zu beschaffen und diese für
Förderaufgaben unter Wahrung der Wettbewerbsneutralität zu nutzen. Besonders
die gewerbliche Wirtschaft, der Wohnungsbau und die Landwirtschaft würden davon
profitieren.
Impressum:
Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Editharing 40
39108 Magdeburg
Tel: (0391) 567-1105
Fax: (0391) 567-1390
Mail: thiel@mf.lsa-net.de
Impressum:Ministerium der FinanzenPressestelleEditharing 4039108 MagdeburgTel: (0391) 567-1105Fax: (0391) 567-1390Mail: presse.mf@sachsen-anhalt.de






