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Umweltministerin Wernicke will
Nachhaltigkeitsprinzip breiter verankern

10.06.2003, Magdeburg – 275

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 275/03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 275/03

 

 

 

Magdeburg, den 10. Juni 2003

 

 

 

Umweltministerin Wernicke will

Nachhaltigkeitsprinzip breiter verankern

 

Die

Landesregierung will einen breiten gesellschaftlichen Dialog zum Thema nachhaltige

Entwicklung entfachen. Ziel ist es, auf einer Konferenz im November Eckpunkte

für ein erweitertes Leitbild sowie erste Umsetzungsschritte zu verabschieden,

erklärte Landwirtschafts- und Umweltministerin 

Petra Wernicke am heutigen Dienstag in Magdeburg. Die Ministerin hatte

zuvor im Kabinett einen Zwischenbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie des Landes

vorgelegt. Darin werden Projekte und Ansätze zusammengefasst, die für einen

Einklang von wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz stehen.

 

Wernicke

sagte: ¿Nachhaltige Entwicklung ist mehr als das Beschwören der klassisch

grünen Themen. Es ist eben kein Widerspruch, Potenziale auszuschöpfen und

dennoch Ressourcen zu schonen. Erfolgreiche Wirtschaft und gesunde Umwelt sind

zwei Seiten einer Medaille. Sie stehen für eine auf Zukunft ausgerichtete

Entwicklung des Landes.¿

 

Wernicke

sprach sich für eine breite Partnerschaft von Landespolitik,

Kommunalverantwortlichen sowie Wirtschafts- und Sozialpartnern aus. Des

Weiteren warb sie bei ihren Kabinettskollegen, das Nachhaltigkeitsprinzip

ähnlich wie den gender-mainstreaming-Ansatz in der Frauen- und

Gleichstellungspolitik immer von Beginn an bei der Erarbeitung von Projekten

und Vorlagen zu berücksichtigen. Eine nachträgliche Implementierung falle

schwer und werde nicht selten auch teurer, sagte die Ministerin.

 

Als ein

zentraler Baustein im Nachhaltigkeitskonzept wird die vor vier Jahren ins Leben

gerufene Umweltallianz beschrieben, die im Sommer in ihre zweite Runde gehen

soll. Knapp 120 Unternehmen, Vereine und Verbände der Wirtschaft nehmen an der

Umweltallianz teil, deren Kern die Selbstverpflichtung der Unternehmen zur

Ressourcenschonung ist. Im Gegenzug hat die Landespolitik zugesagt, staatliche

Überregulierungen abzubauen.

 

Des

Weiteren führt der Zwischenbericht Nachhaltigkeits-Potenziale in der

Landwirtschaft im Allgemeinen sowie im Ökologischen Landbau im Speziellen auf.

Als zukunftsträchtige Zweige werden die nachwachsenden Rohstoffe sowie die

energetische Biomassenutzung beschrieben.

 

Um das

Bewusstsein in der Bevölkerung für die Erfordernisse einer nachhaltigen

Entwicklung zu schärfen, setzt die Landesregierung weiterhin vor allem auf die

Umweltbildung sowie das Freiwillige Ökologische Jahr  für Jugendliche.

 

Hintergrund:

 

Im

Ergebnis der Konferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro hat

sich die internationale Staatengemeinschaft zum Leitbild einer Nachhaltigen

Entwicklung bekannt und mit der Agenda 21 ein globales Aktionsprogramm für das

21. Jahrhundert verabschiedet.  Ziel ist

eine ausgewogene, das heißt, eine wirtschaftlich leistungsfähige, sozial

gerechte und ökologisch verträgliche Entwicklung.

 

In

Sachsen-Anhalt hatte eine Enquêtekommission des Landtages kurz vor der

Landtagswahl 2002 unter dem Titel ¿Zukunftsfähiges Sachsen-Anhalt¿ in einem

Abschlussbericht Leitlinien für eine nachhaltige Entwicklung vorgelegt. Diese

fanden jedoch keine ungeteilte Zustimmung und wurden von Kritikern als zu

ökologielastig beschrieben.

 

Im Ergebnis der

Rio-Folgekonferenz 2002 in Johannesburg bilanzieren derzeit sowohl der Bund als

auch alle Bundesländer ihre Aktivitäten.

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des

Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Domplatz 4

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

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Hegelstraße 42

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Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de