Kultusminister Olbertz informiert das
Kabinett über die Entwicklung der Franckeschen Stiftungen Halle
27.05.2003, Magdeburg – 251
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 251/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 251/03
Magdeburg, den 27. Mai 2003
Kultusminister Olbertz informiert das
Kabinett über die Entwicklung der Franckeschen Stiftungen Halle
In der
heutigen auswärtigen Kabinettssitzung in den Franckeschen Stiftungen in Halle
informierte Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz über die Entwicklung
dieser renommierten Institution, die 1695 von August Herrmann Francke gegründet
worden war. Die vom Land Sachsen-Anhalt 1992 wiedergegründeten Franckeschen
Stiftungen zu Halle gehören zu den wichtigsten Kulturdenkmalen des Landes.
Heute
präsentierten sich die Franckeschen Stiftungen e.V. als eine lebendige
Einrichtung, mit einem kulturellen, pädagogischen, wissenschaftlichen und
sozialen Engagement im Sinne ihres Stifters, so Olbertz. In dem zu etwa 70
Prozent wiederhergestellen spätbarocken Gebäudeensemble sind neben vier Schulen
auch zwei Universitätsfakultäten (Erziehungswissenschaften und Theologie)
angesiedelt.
Olbertz
verwies auf das besonders vielfältige Kultur- und Bildungsprogramm in diesem
Jahr. Es steht unter dem Motto ¿ALTERnativen auf dem Wege zu einer
Alterskultur¿ und ist dem Thema ¿Alter¿ gewidmet. Die Jahresausstellung 2003
¿ALTERnativen? Reflexionen ¿ Zerrbilder ¿ Visionen¿ beleuchtet das Thema
¿Alter¿ im Spiegel der bildenden Kunst. Dazu sind Objekte aus ganz Deutschland
ausgeliehen und in einem Begleitkatalog dargestellt worden, erläuterte Olbertz.
Das weitere Programm besteht aus zahlreichen Dauer- und Wechselausstellungen,
Vorträgen, Konzerten, Podiumsveranstaltungen und Tagungen. So sind allein 19
Ausstellungen mit entsprechendem Begleitprogramm sowie 41
Vortragsveranstaltungen geplant.
Auch in
der wissenschaftlichen Arbeit können die Franckeschen Stiftungen wieder an ihre
historische Bedeutung anknüpfen. Im Studienzentrum ¿August Hermann Francke¿
sind derzeit zehn Forschungs- und Erschließungsprojekte aus den Beständen von
Bibliothek, Archiv sowie Kunst- und Naturalienkammer angesiedelt. Zahlreiche
dieser Projekte werden in Kooperation mit anderen wissenschaftlichen
Einrichtungen vor Ort, hier vor allem mit der Martin-Luther-Universität, und
mit internationalen Partnern durchgeführt. Olbertz betonte, dass die Arbeiten
auch durch die Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft und die
Volkswagenstiftung unterstützt werden.
Auch als
Botschafter Sachsen-Anhalts gewinnen die Franckeschen Stiftungen weiter an Bedeutung.
So pflegen sie seit ihrer Gründung weltweite Kontakte. Die wichtigsten reichen
traditionsgemäß nach Russland, Südindien und Nordamerika. Hinzu treten weitere
Beziehungen in zahlreiche europäische Länder und Regionen, wie etwa nach
England, Ungarn, Polen, Litauen.
In die
bauliche Sanierung der Stiftung sind bisher ca. 60 Mio. Euro geflossen. Aktuell
laufende Maßnahmen haben insgesamt ein Volumen von ca. 20 Mio. Euro. Olbertz:
¿Wenn man sich das Erreichte vor Augen hält, rentieren sich diese Investitionen
bereits. Sie dürften sich auch positiv auf eine Aufnahme der Franckeschen
Stiftungen in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes auswirken, wie sie von der
Kultusministerkonferenz vorgeschlagen worden ist.¿
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