Erster Kongress der europäischen
Chemieregionen/ Sachsen-Anhalt macht sich in der Chemikalienpolitik für
Mittelstand stark
20.05.2003, Magdeburg – 243
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 243/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 243/03
Magdeburg, den 20. Mai 2003
Erster Kongress der europäischen
Chemieregionen/ Sachsen-Anhalt macht sich in der Chemikalienpolitik für
Mittelstand stark
In
Brüssel findet morgen der erste Kongress der europäischen Chemieregionen statt.
Zu der Veranstaltung, die Sachsen-Anhalt organisiert hat, werden mehr als 200
Gäste aus europäischen Chemieregionen, Vertreter von Unternehmen und Verwaltung
erwartet. Damit trifft sich das Netzwerk der Chemieregionen, das bisher nur auf
Arbeitsebene wirkte, erstmals offiziell. Wichtigstes Thema der Zusammenkunft
wird dabei die derzeit in der Ausgestaltung befindliche neue Europäische
Chemikalienpolitik sein. Dazu werden die Länder in einer gemeinsamen Erklärung
erstmals zu den in der vergangenen Woche vorgestellten Kommissions-Vorschlägen
Stellung beziehen.
Wirtschaftsminister
Dr. Horst Rehberger, der die Landesregierung vertritt, sagte: ¿Nach wie vor
birgt die neue Chemikalienpolitik der EU große Risiken für die
Wettbewerbsfähigkeit der Chemieunternehmen nicht nur in Sachsen-Anhalt. Gerade
kleine und mittlere Unternehmen können nur schwer den zeitlichen Aufwand und
die Kosten beispielsweise der Registrierungsverfahren für Chemikalien
verkraften.¿ Natürlich seien der Schutz von Umwelt und Gesundheit Ziele, die
eine moderne Chemikalienpolitik erfüllen müsse. Dennoch dürfe darunter aber
nicht die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie leiden. ¿Die
Kunst ist, das Wünschenswerte mit dem Notwendigen in Einklang zu bringen.
Ergebnis der jetzigen Vorschläge seitens der EU wären aber vor allem Bürokratie
und langwierige und teure Prozesse¿, so der Minister. Deshalb werde
Sachsen-Anhalt gemeinsam mit den anderen Regionen die Abstimmungen nutzen, hier
Veränderungen zu erreichen. Gleichzeitig setze man sich für Pilotprojekte zum
Testen der neuen Regelungen ein. Gast des ersten Kongresses der Chemieregionen
ist auch der EU-Kommissar für Industriepolitik, Erkki Liikanen.
Zu den
Gründungsmitgliedern des Netzwerkes zählen Europas wichtigste Chemieregionen
aus den Ländern Großbritannien, Belgien, Niederlande, Spanien, Frankreich,
Italien und Polen. Neben der Chemikalienpolitik stehen auch die Themen
EU-Osterweiterung und die künftige EU-Regionalpolitik auf dem Programm.
Wirtschaftsminister
Dr. Rehberger wird sich daneben auch mit dem flämischen Wirtschaftsminister
Gabriels treffen, um mit ihm über eine stärkere Kooperation von Flandern und
Sachsen-Anhalt zu sprechen. Flandern gehört zu den aufstrebenden Industrieregionen
Belgiens. Die Unternehmen DOMO und Solvay sind bereits in Sachsen-Anhalt aktiv
und spielen an den Chemiestandorten eine wichtige Rolle.
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