Bericht zu Vorwürfen des Landesrechnungshofes
zum Bauvorhaben Klinikum Kröllwitz/ Kultusminister Olbertz und Finanzminister
Paqué: Es gibt keine ?Kostenexplosion?
20.05.2003, Magdeburg – 241
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 241/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 241/03
Magdeburg, den 20. Mai 2003
Bericht zu Vorwürfen des Landesrechnungshofes
zum Bauvorhaben Klinikum Kröllwitz/ Kultusminister Olbertz und Finanzminister
Paqué: Es gibt keine ¿Kostenexplosion¿
Die
Kosten für den Bau des Klinikums der Martin-Luther-Universität am Standort
Kröllwitz/Halle bewegen sich im Rahmen der von Parlament und Landesregierung
gesetzten finanziellen Ausstattung. Das ergibt der jetzt vorliegende Bericht
eines von Finanzminister Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué und Kultusminister Prof.
Dr. Jan-Hendrik Olbertz eingesetzten Sonderbeauftragten. Dieser untersuchte die
vom Landesrechnungshof erhobenen Vorwürfe, nach denen der Neubau des Klinikums
80 Millionen Euro Mehrkosten als geplant verursachen soll.
Der Landesrechnungshof (LRH) habe in unzutreffender
Weise die für den Neubau (Erweiterungsbau) und die für die Sanierung der
Bestandsbauten am Standort Kröllwitz erforderlichen Mittel miteinander
vermischt, stellt der Sonderbeauftragte fest.
Das Neubauvorhaben (Erweiterungsbau) in Kröllwitz
wird mit der gesetzlich festgeschriebenen Anschubfinanzierung von insgesamt 300
Mio. DM (153,4 Mio Euro) finanziert. Für diese Baumaßnahme bestehe
weder im laufenden Haushaltsjahr noch überhaupt ein zusätzlicher Bedarf an
Haushaltsmitteln. Derzeit prognostizierte, geringfügige Kostenüberschreitungen
könnten durch eine Planungsänderung vermieden werden. Eine vom LRH unterstellte
angebliche erhebliche Kostenüberschreitung mit Auswirkungen auf die Haushalte
2003 und 2004 gebe es nicht, stellt der Bericht fest. Minister Olbertz und
Minister Paqué zeigten sich erleichtert, dass sich die wesentlichen Vorwürfe
des Landesrechnungshofes nicht bestätigt haben.
Der Hauptvorwurf des Landesrechnungshofes bezog
sich auf einen angeblichen ¿Mehrbedarf¿ von ca. 60 Mio. ¿ für die
Komplettsanierung der im Betrieb befindlichen Bestandsbauten Komplement und
Bettenhaus II am Standort Kröllwitz. Dieser Sanierungsbedarf für das Komplement
und Bettenhaus II mit einem finanziellen Aufwand von ca. 60 bis 70 Mio. ¿ sei unbestritten
und allen Beteiligten seit langem bekannt, so der Sonderbeauftragte.
Der Bedarf sei jedoch weder Bestandteil des
gegenwärtigen Neubauvorhabens noch sei die Sanierung der Bestandsbauten
zwingende Voraussetzung für den Betrieb des Erweiterungsbaus. Die Finanzierung
des Sanierungsbedarfes für das Klinikum insgesamt könne nur außerhalb der
Anschubfinanzierung im Rahmen der künftigen Planungen zum Hochschulbau erfolgen.
Der Mittelbedarf für die Sanierung wurde bereits 1998 für eine finanzielle
Einordnung ab 2004 vorgesehen und sei in die Mittelplanung für den Hochschulbau
der Jahre 2004 bis 2008 aufgenommen worden. Ob und gegebenenfalls in welcher
Höhe Haushaltsmittel hierfür ab 2004 bereitgestellt werden könnten, müsse der
allgemeinen Haushaltsentwicklung, den Haushaltsverhandlungen für das Haushaltsjahr
2004 und der Entscheidung des Landtages vorbehalten bleiben.
Der Bericht geht auch auf das Neuordnungskonzept
zum Klinikbau ein. Das Klinikum hatte bereits seit Anfang des Jahres 2001 wegen
bestimmter logistischer Zusammenhänge zwischen Betrieb des Erweiterungsbaus und
zu sanierenden Nutzflächen im Komplement Lösungsvorschläge entwickelt. Diese
standen unter der Voraussetzung, dass zusätzliche finanzielle Mittel des Landes
zumindest nicht vor dem Jahre 2004 bereit gestellt werden können. Im Ergebnis
legte das Klinikum ein Neuordnungskonzept vor, das die Funktionalität des
Erweiterungsbaus unter Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens sichert. Dem
neuen Konzept und dessen Umsetzung hat der Finanzausschuss des Landtages
bereits zugestimmt.
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