Ministerpräsident Böhmer eröffnet
Internationalen Museumstag/ Museen sind "Schatzkammern der Regionen"
16.05.2003, Magdeburg – 235
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 235/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 235/03
Magdeburg, den 18. Mai 2003
Ministerpräsident Böhmer eröffnet
Internationalen Museumstag/ Museen sind "Schatzkammern der Regionen"
Als ¿Schatzkammern der Regionen¿, die die
Vielfalt der Geschichte und Kultur der deutschen Bundesländer widerspiegelten,
hat Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer heute die rund 6.600 Museen und
Ausstellungshallen in Deutschland bezeichnet. In seiner Funktion als Präsident
des Bundesrates eröffnete er den Internationalen Museumstag im
Kulturhistorischen Museum in Magdeburg. Der Tag stehe in diesem Jahr unter dem
Motto ¿Museen haben Freunde¿ und solle vor allem das ehrenamtliche Engagement
von Mitarbeitern, Leihgebern und Sponsoren unterstützen, ohne die in der
deutschen Museumslandschaft vieles nicht möglich wäre.
Das steigende Interesse an
Kultureinrichtungen werde eindrucksvoll durch die Besucherzahlen belegt, die in
den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen und 2001 die
100-Millionen-Grenze überschritten hätten, so Böhmer. Sie resultierten u.a. aus
neuen Konzepten der Museumsarbeit wie erlebnisorientierten Formen der
Präsentation, museumspädagogischer Begleitung und der Einbindung in Jubiläumsveranstaltungen
und touristische Angebote. Als Beispiel nannte der Ministerpräsident die
gelungene Verknüpfung der Landesausstellung ¿Otto der Große. Madgeburg und
Europa¿ mit historisch bedeutsamen Orten an der Straße der Romanik im Jahr
2001. Dieses Projekt sei bundesweit einmalig gewesen.
Kulturmanagement und Museumsengagement seien
auch zukünftig der Erfolgsschlüssel für Länder, Städte und Gemeinden,
unterstrich Böhmer. Er sprach sich dafür aus, angesichts der angespannten Haushaltssituation
die Zielvorgaben für die Förderung kultureller Einrichtungen neu zu justieren.
An den Kulturstandorten müsse es u.a. zu einer ausgeprägten Profilierung und
stärkeren Vernetzung kommen. Sachsen-Anhalt habe hier schon interessante Projekte zu bieten. Als Beispiele nannte er
die seit 1997 praktizierte Zusammenarbeit verschiedener Naturkundemuseen zum
Thema ¿Faszination Natur¿, das Projekt anhaltischer Stadtmuseen ¿Gemeinsam sind
wir Anhalt¿ (seit 1998) und die Kooperation der Museen mit Ausstellungs- und
Sammlungsschwerpunkten zur deutschen Geistes- und Kunstgeschichte im 18. Jahrhundert. Darüber hinaus seien die Museen eingebunden
in die überregional bedeutenden kulturhistorischen Werbemaßnahmen des Landes
wie ¿Straße der Romanik¿, ¿Wege zu Luther¿ oder ¿Gartenträume¿
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