Sachsen-Anhalt muss in diesem Jahr mit
Steuerausfällen von rund 150 Millionen Euro rechnen / Finanzminister Karl-Heinz
Paqué erlässt Haushaltssperre
15.05.2003, Magdeburg – 23
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 023/03
Ministerium der
Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 023/03
Magdeburg, den 15. Mai 2003
Sachsen-Anhalt muss in diesem Jahr mit
Steuerausfällen von rund 150 Millionen Euro rechnen / Finanzminister Karl-Heinz
Paqué erlässt Haushaltssperre
Sachsen-Anhalt muss in diesem Jahr mit Steuerausfällen in einer Größenordnung
von 150 Millionen Euro rechnen, im kommenden Jahr werden es mindestens 400
Millionen Euro werden. Das ergibt eine erste Hochrechnung aus den heute vom
Arbeitskreis Steuerschätzung vorgelegten Zahlen für den Bund.
Zur Bewältigung
dieser Ausfälle im laufenden Haushaltsjahr hat Finanzminister Karl-Heinz Paqué
heute eine Haushaltssperre erlassen. Mit ihr werden fünf Prozent der nicht
rechtsverpflichteten Ausgaben in den Bereichen Sächliche Verwaltungsausgaben,
Baumaßnahmen und Investitionen gesperrt. Der Finanzminister appellierte an die
Ressorts, das Personalabbaukonzept der Regierung konsequent und schnell
umzusetzen.
¿Es bedarf größter Anstrengung der Regierung, um die Einnahmeausfälle
im laufenden Haushaltsjahr zu kompensieren. Bei Einhaltung eines strikten
Sparkurses in allen Ressorts werden wir unsere Haushaltsplanung ohne
wesentliche Veränderungen umsetzen können, ohne dass ein Nachtragshaushalt
erforderlich wird¿, sagte Paqué.
Für das kommende Jahr wird es nicht möglich sein, die durch die Steuerausfälle
entstandene Lücke allein durch Streichung bei den Ausgaben zu schließen. ¿Nach
den jetzt vorliegenden Zahlen können wir unsere Strategie, die Summe der neuen
Schulden jährlich zu halbieren, trotz aller Sparmaßnahmen in 2004 nicht mehr
einhalten¿, so der Finanzminister. Es stellt sich generell die Frage, ob die
Nettoneuverschuldung bis Ende 2006, wie bisher geplant, auf Null gebracht
werden kann.¿
¿Die Versäumnisse und Fehler der Bundesregierung auf den Feldern der
Wirtschafts- und Finanzpolitik fallen uns hart auf die Füße.¿ Mittlerweile habe die Finanzsituation der
Länder und Kommunen dramatische Formen
angenommen.
Die regionalisierten Zahlen der Steuerschätzung werden Anfang kommender
Woche vorliegen.
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