Finanzminister Paqué begrüßt Teilnehmer der
ver.di Konferenz des Bundesfachbereichs Bund und Länder in Magdeburg / ?Interessen der neuen Länder bei
Tarifabschlüssen stärker berücksichtigen?
15.05.2003, Magdeburg – 22
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 022/03
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 022/03
Magdeburg, den 15. Mai 2003
Finanzminister Paqué begrüßt Teilnehmer der
ver.di Konferenz des Bundesfachbereichs Bund und Länder in Magdeburg / ¿Interessen der neuen Länder bei
Tarifabschlüssen stärker berücksichtigen¿
Sachsen-Anhalts Finanzminister Karl-Heinz Paqué hat
heute die Teilnehmer der ersten ver.di Konferenz des Bundesfachbereichs Bund
und Länder in Magdeburg begrüßt. Er freue sich, dass die Gewerkschaft Magdeburg
als Ort ihres wichtigen Kongresses gewählt habe, sagte er in seinem Grußwort.
Er appellierte an die Gewerkschaften, bei Tarifabschlüssen die
Gegebenheiten in den neuen Bundesländern stärker zu berücksichtigen. Er
erinnerte an das Ergebnis der diesjährigen Lohnrunde für den öffentlichen
Dienst. Dies sei für Sachsen-Anhalt schlichtweg indiskutabel gewesen, sagte er
in seinem Grußwort. Sachsen-Anhalt habe dagegen votiert, sei aber überstimmt worden.
Der Abschluss belaste den Landeshaushalt in diesem Jahr zusätzlich mit über 80
Millionen Euro.
Bei sinkenden Steuereinnahmen
liege es auf der Hand, dass die Personalausgaben unter diesen Voraussetzungen
bei den Konsolidierungsanstrengungen nicht ausgespart werden können, sagte
Paqué weiter. Dies zumal dann nicht, wenn das Land im Vergleich zu anderen
Flächenländern eine zu große Anzahl von Bediensteten im öffentlichen Dienst
beschäftige. Paqué sagte weiter: ¿Neben der linearen Erhöhung kam für uns noch
die Angleichung der Gehälter an das Westniveau hinzu. Diese doppelte Last ist
in Zeiten rückläufiger Steuereinnahmen gar nicht mehr zu schultern.¿
Paquè machte deutlich, wie ernst die Situation sei
und erklärte, dass bei einer Wiederholung der letzten Lohnrunde der
Flächentarifvertrag im öffentlichen Dienst ins Wanken gerate. Er appellierte an die Teilnehmer, insbesondere
in den Gremien darauf hin zu wirken, dass zukünftig regionale Besonderheiten im
Tarifrecht mehr Berücksichtigung finden.
Positiv sei aus der letzten
Lohnrunde hervorzuheben, dass sich die Tarifparteien zur Modernisierung des
Tarifrechts im öffentlichen Dienst verpflichtet hätten. Sachsen-Anhalt werde an diesem Ziel aktiv
mitarbeiten.
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