Sachsen-Anhalt startet Bundesratsinitiative
für steuerliche Erleichterungen bei Mittelstand und Handwerk
01.04.2003, Magdeburg – 162
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 162/03
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 162/03
Magdeburg, den 1. April 2003
Sachsen-Anhalt startet Bundesratsinitiative
für steuerliche Erleichterungen bei Mittelstand und Handwerk
Die Landesregierung hat in ihrer heutigen
Kabinettssitzung beschlossen, noch im April einen Gesetzesantrag für eine
gerechtere Besteuerung kleiner und mittlerer Unternehmen in den Bundesrat
einzubringen. Damit setzt sie eine Festlegung der Koalitionsvereinbarung um,
eine gerechtere Besteuerung der Umsätze kleiner und mittlerer Unternehmen zu
erreichen. Der Entwurf des Finanzministeriums sieht vor, dass bundesweit
Unternehmen mit einem Jahresbruttoumsatz von bis zu 2,5 Mio. Euro die
Umsatzsteuer erst dann an das Finanzamt abführen müssen, wenn die jeweiligen
Rechnungen auch bezahlt worden sind.
Nach geltendem Recht müssen alle Unternehmer
in den neuen Ländern mit einem Jahresumsatz über 500.000 EURO (in den
alten Bundesländern sind es sogar nur 125.000 EURO) die Steuer unabhängig
davon abführen, ob ihre Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen
sind.
Finanzminister Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué
betonte: ¿Mit dieser Bundesratsinitiative will die Landesregierung erreichen,
dass die mittelständischen Betriebe in ganz Deutschland entlastet werden. Diese
können wegen der häufig schlechten Eigenkapitalausstattung sowie geringer Liquiditätsreserven
schnell in ihrer Existenz bedroht werden, wenn Forderungen nicht fristgerecht
realisiert werden. Die steigende Anzahl der gerichtlichen Verfahren gegen säumige
Schuldner, besonders in neuen Bundesländern, bestätigt leider diesen Trend. Wir
wollen deshalb das Umsatzsteuergesetz so modifizieren, dass die kleinen und
mittleren Unternehmer die Umsatzsteuer erst dann abzuführen haben, wenn sie
ihrerseits ihr Geld erhalten haben. Dies wird für viele Firmen eine
Verbesserung ihrer Liquidität darstellen und helfen, Insolvenzen in Folge
schlechter Zahlungsmoral zu vermeiden.¿
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